Die Knacklaute des Kanzlers

Vor Jahren hat Armin Maiwald in der Sendung mit der Maus einmal gesagt, jemand habe ihm erzählt, es gebe sprechende Steine. Sofort machte er sich auf die Suche, am Rheinufer, in Bodenproben, die das Geologische Landesamt Nordrhein-Westfalen erbohrte, und in einem Bergwerk namens Grube Dreislar. Nichts. Nur schweigende Steine. Schließlich landete unser Mann samt Maus am tiefsten Loch der Welt in Windischeschenbach. Hier fand sich ein Stein aus mehr als neun Kilometern Tiefe, der schließlich geruhte, mit Herrn Armin Maiwald zu reden: mithilfe einiger Spezialmikrofone nämlich, die eine Abfolge von Knacklauten hörbar machten. Diese rührten daher, so wurde erklärt, dass der aus der Riesentiefe kommende Stein sich nun, an der Erdoberfläche, frei von Druck entspanne, deshalb in seinem Inneren reiße und so etwas erzeuge, das man die Sprache der Steine nennen könnte, wenn man mag.
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