News: Kroatien, Granit Xhaka, Ticketpreise

Klopp? Kramer? Schweinsteiger? Pff. Die besten WM-Experten sind immer noch die Kroaten! Ein ansehnlicher Kick war das, was sie uns gestern zu später Stunde gegen starke Ghanaer darboten. Nach holprigem Start ins Turnier zeigte das kleine Land der -rićs, -vićs und -lićs, dass es rechtzeitig seinen WM-Modus gefunden hat. 2:1 gewann Kroatien und beendet die Gruppe damit hinter England auf Platz zwei. Es war wieder mal Luka Modrić, der „Kapitän für die Ewigkeit“, wie ihn kroatische Medien zuletzt nannten, der das Team zum Weiterkommen navigierte. Der 40-Jährige räumte im eigenen Strafraum ab, blockte, grätschte und diktierte Sekunden später schon wieder das Offensivspiel – so, als würde er die Zeichen der Zeit ganz einfach missachten. Dabei steckt Kroatien eigentlich mitten im Umbruch. Oder, je nach Lesart, in einem Generationenkonflikt. Das Team setzt sich einerseits zusammen aus den Silberrücken, die sich um Modrić formieren. Ivan Perišić, 37, setzte auch gestern wieder zu seinen stilprägenden Übersteigern an, als wäre schon wieder 2018. Auch Modrićs Nebenmann Mateo Kovačić ist inzwischen 32 Jahre alt. Doch daneben sortiert sich bereits die Zukunft: Luka Vušković, Josip Stanišić oder Petar Sučić. Ob die Mannschaft in diesem Jahr die Klasse hat, um an vergangene Turnierverläufe anzuknüpfen, darf zumindest bezweifelt werden. Dafür waren die Auftritte spielerisch bislang zu trüb. Andererseits: Solange Luka Modrićs zarte Beinchen ihn übers Feld tragen, er die Gesetze der Natur nach Belieben verbiegt und einer ganzen Nation diesen unerschütterlichen Turniergeist verleiht, verbieten sich voreilige Prognosen.
11freunde


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