Landespokalfinale: Ost-Klubs spielen um Titel und Tickets für DFB-Pokal

Noch ein Spiel, dann ist die Saison für den FC Energie Cottbus beendet. Nach der Aufstiegsparty auf Mallorca steht am Sonnabend (23. Mai, 11.30 Uhr) das Finale des Brandenburgpokals gegen den zehn Kilometer entfernten Nachbarn VfB Krieschow an. Co-Trainer Tobias Röder wird dabei als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen, da Hauptcoach Claus-Dieter Wollitz ihm diese Aufgabe als Dank für die gute Saisonarbeit überlässt. Wer spielt, hängt auch davon ab, in welchem Zustand die Mannschaft aus Mallorca zurückkehrt. Röder kündigte Rotation an: Jüngere Spieler und Akteure mit weniger Einsatzzeit sollen Chancen bekommen.
Der VfB Krieschow, der sich mit einem 2:1-Sieg beim RSV Eintracht für das Endspiel qualifiziert hat, hofft derweil, dass Cottbuser Schlüsselspieler wie Tolcay Cigerci geschont werden. Trotzdem nimmt der FC Energie das Finale, das er durch einen glatten 5:0-Halbfinalsieg beim BSC Preußen 07 erreicht hat, ernst. Als künftiger Zweitligist ist der Klub ab nächster Saison automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert und muss nicht mehr über den Landespokal gehen. Röder betont daher, dass man den Wettbewerb zum vorerst letzten Mal gewinnen wolle.
Zum Finale im LEAG Energie Stadion werden rund 10.000 Zuschauer erwartet. Energie Cottbus ist mit zehn Titeln Rekordsieger des brandenburgischen Wettbewerbs vor dem SV Babelsberg 03, der den Pokal neunmal holte.
Carl Zeiss Jena ist klar favorisiertDas Finale um den Thüringenpokal zwischen dem favorisierten FC Carl Zeiss Jena und dem ZFC Meuselwitz wird am Sonnabend in der Ad Hoc Arena auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld ebenfalls um 11.30 Uhr angepfiffen.
Nachdem Jenas Meisterträume geplatzt sind – Carl Zeiss musste dem 1. FC Lok Leipzig bei Punktgleichheit nur wegen des schlechteren Torverhältnisses den Titel der Regionalliga Nordost überlassen –, will die Mannschaft von Trainer Volkan Uluc die Saison mit dem Pokalerfolg doch noch erfolgreich beschließen. Einen ersten großen Schritt dazu hat sie bereits im Halbfinale gemacht, als sie Ende März Dauerrivale Rot-Weiß Erfurt in dessen Steigerwaldstadion nach Verlängerung und gewonnenem Elfmeterschießen aus dem Pokalwettbewerb warf und diesen Prestige-Erfolg im Saisonfinale wiederholte.
2:0-Halbfinalsieg beim Chemnitzer FC: Erzgebirge Aue (in Lila) ist zum Finale des Sachsenpokals beim FSV Zwickau zu Gast.
© Frank Kruczynski/imago
Im Endspiel wartet der abstiegsgefährdete ZFC Meuselwitz, der nach einer Niederlagenserie zum Ende der Regionalliga-Saison noch um den Klassenerhalt bangen muss, da man in der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga vom Erfolg Lok Leipzigs gegen die Würzburger Kickers abhängig ist. Meuselwitz qualifizierte sich mit einem 3:1-Sieg im Halbfinale beim SV BW 91 Bad Frankenhausen für das Endspiel.
Halle zum vierten Mal in Folge im EndspielDas Finale um den Landespokal Sachsen-Anhalt zwischen Germania Halberstadt und dem Halleschen FC wird am Sonnabend um 13.30 Uhr im Leuna-Chemie-Stadion in Halle angepfiffen.
Der favorisierte HFC, der zum vierten Mal in Folge im Endspiel steht, avancierte in der Regionalliga zur besten Rückrundenmannschaft und kam nur wegen einer Durststrecke in der Hinrunde zum Saisonende als Vierter ins Ziel. Halle zog nach einem klaren 5:0-Halbfinalsieg bei Verbandsligist SV Eintracht Emseloh ins Endspiel ein.
Für Oberligist Germania reichte es auch in dieser Saison nicht für die Rückkehr in die Regionalliga, da man einen Spieltag vor Saisonende der Oberliga-Staffel Süd als Fünfter keine Chance mehr auf den Aufstieg hat. Halberstadt qualifizierte sich nach dem 5:1-Sieg im Halbfinale bei Landesligist SSV Gardelegen für das Endspiel.
Underdog will Drittligist ärgernEbenfalls um 13.30 Uhr wird das Finale des Landespokals Mecklenburg-Vorpommern angepfiffen. Im Greifswalder Volksstadion kämpft der klar favorisierte FC Hansa Rostock aus der 3. Liga gegen den Überraschungsfinalisten SV Pastow, den einzigen Klub aus der Verbandsliga im Landespokalfinale.
Während der Drittligist durch einen schmeichelhaften 1:0-Halbfinalsieg beim Greifswalder FC den Einzug ins Endspiel knapp geschafft hat, sorgte der Verbandsligist im Halbfinale gegen Anker Wismar mit einem 5:3 nach Verlängerung, bei dem Pastow schon 0:3 hinten gelegen hatte, nach der Vorsaison, wie schon im Vorjahr, für den Finaleinzug.
Das Pokalfinale in Sachsen zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Erzgebirge Aue, das die Massen elektrisiert, wird in der Zwickauer GGZ-Arena um 15.30 Uhr angepfiffen. Mit 9.680 Zuschauern ist das Stadion seit Wochen ausverkauft.
Der Gastgeber, der sich mit einem 2:0-Sieg bei Sachsenligist Stahl Riesa für das Endspiel qualifiziert hat, hat das letzte Saisonspiel der Regionalliga gegen Chemie Leipzig mit 1:0 gewonnen und die Saison damit auf dem starken dritten Platz beendet. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen wird der FSV den Gegner mit breiter Brust empfangen.
Beim Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue, der sich im Halbfinale beim Regionalligisten Chemnitzer FC mit 2:0 behauptete, zeigte die Formkurve zuletzt wieder nach oben. Die letzten fünf Spiele hat Aue nicht verloren und drei davon gewonnen.
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