Final-Traum gnadenlos geplatzt: SC Freiburg verliert deutlich gegen Aston Villa
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Es hat nicht gereicht für den SC Freiburg. Der Bundesligist verliert das Europa-League-Finale von Istanbul deutlich und verdient 0:3 (0:2) gegen den englischen Verein Aston Villa.
Das Wichtigste in Kürze: Der große Europapokal-Traum des SC Freiburg ist gnadenlos geplatzt. Im Endspiel der Europa League bekam der badische Außenseiter gegen den übermächtigen Favoriten Aston Villa einen Klassenunterschied aufgezeigt und musste in Istanbul ein deutliches 0:3 (0:2) einstecken.
Die Badener hatten zuvor lange auf Augenhöhe agiert, in diesen entscheidenden Momenten in der Defensive den bei den Toren glänzendem Premier-League-Klub aber zu viel Raum gelassen. Spätestens mit dem 0:3 von Morgan Rogers (58.) war die Partie entschieden.
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Julian Schuster (Trainer SC Freiburg): „Im Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das ist das, was natürlich überwiegt und sehr schmerzt. Wir hatten nicht nur den Glauben, sondern eben auch die Überzeugung, dieses Spiel gegen Aston Villa zu gewinnen. Wir haben es nicht gebracht, aber es wird uns stärker machen. Es wird uns helfen, uns weiterzuentwickeln. Und das werden wir von heute mitnehmen."
Schuster über die Gegentore in der ersten Halbzeit: Bei der ersten Standardsituation macht Villa vieles wirklich sehr, sehr gut. Bei der zweiten ist es einfach unser Fehler. Sie spielen den Ball schnell, und wir schaffen es nicht, in die ursprünglichen Positionen zurückzugehen. Und sind dadurch in klarer Unterzahl. Das ist eben genau diese Gefahr, dann auch durch dieses erste Tor, dass du dich vielleicht ein Stück weit verlierst.”
Vincenzo Grifo (SC Freiburg): „Man muss schon zugeben, dass Aston Villa einfach die bessere Mannschaft war und wir es leider nicht geschafft haben, sie zu beeindrucken. Sie waren sehr abgezockt in dem, was sie gemacht haben. Wenn ich sehe, was die Fans hier abgerissen haben und was diese Mannschaft erreicht hat, dann ist das wirklich überragend. Es muss leider immer einen Gewinner und einen Verlierer geben – leider haben wir den Kürzeren gezogen.”
Noah Atubolu (SC Freiburg): „Wir wollten dieses Finale gewinnen. Ich wollte dieses Finale gewinnen. Ich bin sehr enttäuscht, wir sind insgesamt sehr, sehr enttäuscht. Ich will uns als Freiburg gar nicht kleinreden, weil wir bis hier eine sehr, sehr gute Europa-League-Saison gespielt haben. An die Fans, die hier alle sind, einen Riesen-, Riesen-Respekt!”
Vor zehn Jahren feierte der SC Freiburg die damalige Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Nun spielt der einstige Bundesliga-Außenseiter um den Europa-League-Titel. Vor dem Finale gegen Premier-League-Favorit Aston Villa (21.00 Uhr) erinnerte SC-Trainer Julian Schuster an schwierigere Zeiten der Freiburger Vereinsgeschichte.
Auch deswegen sei es ein "sehr besonderer Moment", in der türkischen Metropole Istanbul dieses größte Spiel der Vereinsgeschichte zu bestreiten, sagte Schuster. "Ich verspüre weder Nervosität noch einen großen Druck, sondern wirklich eine große Vorfreude. Das liegt einfach an der Mannschaft, weil sie mir eine unglaubliche Sicherheit gibt, mir selber diesen unglaublichen Glauben schenkt."
11.000 Freiburger Fans haben Tickets für das Finale bekommen und werden am Abend im Stadion mitfiebern. Allerdings muss eine große Überraschung her, damit die Badener am Donnerstag mit dem ersten Titel der Clubgeschichte in die Heimat zurückkehren.
Aston Villa muss in der Premier League als Tabellenvierter einen Spieltag vor Saisonende nur dem FC Arsenal, Manchester City und Manchester United den Vortritt lassen. Am Freitagabend bezwang der Traditionsverein von Trainer Unai Emery noch den FC Liverpool mit 4:2.
Die Qualität im Kader des Finalkontrahenten sei "sehr beachtlich", befand Schuster. Freiburgs Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein beschrieb den Endspiel-Favoriten als "sehr abgezockt" und eine sehr erfahrene Mannschaft, die nicht nur mit individueller Klasse überzeuge, sondern auch sehr reif sei. "Wir wissen auf jeden Fall, was auf uns zukommt", sagte der Dauerbrenner.
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