1 Euro für 1 Minute: Touristen sollen für Dusche am Strand mit QR-Code zahlen
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In einem spanischen Touristenort am Meer sollen Urlauber die Strandduschen nur noch gegen Bezahlung und mit QR-Code benutzen dürfen. Diese Regelung sorgt für Spott und Ärger.
An dem bei Urlaubern beliebten Strand von Matalascañas an der Costa de la Luz wird derzeit ein sogenannter Smart-Duschservice getestet. Künftig sollen Strandbesucher per QR-Code mit dem Smartphone oder bar bezahlen können, um die Dusche zu nutzen, wie der britische „Telegraph” berichtet. Haken an der Barzahlung: Es gibt kein Rückgeld.
Eine kurze Dusche von weniger als einer Minute würde etwa einen Euro kosten. Eine Familie, die sich den Sand abwaschen möchte, käme so auf Zusatzkosten von 4 Euro pro Strandtag.
Bereits die Testphase sorgte für viel Ärger bei Einheimischen und Urlaubern. Viele finden es unpraktisch und riskant, das Handy mit in die Dusche nehmen zu müssen, da so die Gefahr von Diebstahl oder Wasserschäden steigt. „Großartige Idee. Du musst dein Handy herausholen, und wenn du duschen gehst, wo lässt du es dann?“, so ein Einheimischer.
„Nach und nach normalisieren wir es, für alles zu bezahlen. Bis nächstes Jahr wird es Parkuhren und kostenpflichtige Duschen geben, und in ein paar Jahren werden sie Geld dafür verlangen, dass wir den Sand betreten“, wird ein Urlauber vom „Telegraph“ zitiert.
Befürworter sehen in dem System allerdings eine Maßnahme zum Wassersparen. In Spanien ist das ein sensibles Thema, da es immer wieder zu Wasserknappheit kommt. Der zuständige Gemeinderat hat jedoch bisher nicht erklärt, wie lange der kostenlose Test in Matalascañas noch laufen soll.
Teurer als geplant wird der Spanien-Urlaub nicht nur, wenn zusätzliche Duschkosten anfallen, sondern auch, wenn man sich an bestimmte Regeln nicht hält. Die folgenden Verbote sollte man beachten:
- Alkohol am Strand: Alkohol am Strand ist nur in den Außenbereichen von Bars erlaubt. Manche All-inclusive-Resorts geben zudem ein Drink-Limit pro Tag.
- Rauchen und Vapen: Rauchen ist an immer mehr Stränden in Spanien verboten. Die Initiative NoFumadores hat eine Liste mit rauchfreien Stränden, die seit 2014 stetig gewachsen ist. Anfänglich noch 15 Strände, sind so mittlerweile über 800 Bereiche geschützt und als rauchfreier Strand eingetragen. Verstöße kosten bis zu 1800 Euro je nach Region.
- Muscheln mitnehmen: Das Mitnehmen von Muscheln ist sowohl unter dem Küstengesetz (Ley de Costas) als auch unter dem spanischen Naturschutz- und Biodiversitätsgesetz (Ley del Patrimonio Natural y de la Biodiversidad) als verboten festgelegt. Grund dafür: Es schädigt das Ökosystem. Die spanische Tageszeitung HOY warnt, dass das Sammeln von Muscheln bis zu 60.000 Euro Bußgeld nach sich ziehen kann.
Auch wenn es romantisch und toll erscheint, so ist das Übernachten am Strand vor allem in Valencia, Málaga und Benidorm das ganze Jahr über, und zu jeder Uhrzeit, untersagt. Rechtliche Grundlage ist hier auch das Küstengesetz, sowie das Tourismusgesetz. Die spanische Anwaltsvereinigung Legálitas gibt für Valencia Bußgelder von 751 bis 1500 Euro an.
FOCUS


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