„Sprung ins Ungewisse”: Pim (36) und Melissa (34) wandern mit 5 Kindern nach Spanien aus
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Vor zwei Jahren zogen Pim und Melissa mit wenig Geld, ohne Sprachkenntnisse und fünf Kindern von den Niederlanden nach Spanien. Inzwischen wollen sie gar nicht mehr weg.
Es war eine mutige Entscheidung: Vor etwa zwei Jahren wanderte Pim (36) mit seiner Frau Melissa (34) und ihren Kindern nach Spanien aus. „Wir stellten fest, dass es finanziell mit fünf Kindern in den Niederlanden knapper wurde und beschlossen, nach Spanien auszuwandern. Wir hatten dort immer schöne Urlaube und fanden die Leute freundlich. Der Prozess war ziemlich spannend, weil wir wenig Geld und Erfahrung hatten. Es war ein Sprung ins Ungewisse“, erzählte Pim dem niederländischen „Telegraaf”.
Heute leben sie mit inzwischen acht Familienmitgliedern in Südspanien. Pim arbeitet dort als Programmierer für eine niederländische Firma und Melissa kümmert sich um die Kinder.
Die Familie wohnt in den Bergen, eher abgelegen, was sie sehr schätzt. Die nächste größere Stadt ist rund 40 Minuten entfernt, doch auch im Dorf selbst gibt es viele gemeinschaftliche Aktivitäten. Pim empfindet vieles in Spanien als günstiger, zum Beispiel Benzin, Versicherungen, Häuser und Lebensmittel. Besonders gefallen ihm die freundlichen Menschen, das spanische Essen und das entspannte Dorfleben.
Er hat sich inzwischen gut eingelebt und spricht genug Spanisch, um sich mit Einheimischen zu unterhalten. „Spanier lieben Kinder so sehr, dass dein Baby im Nu aus dem Kinderwagen genommen wird“, so Pim gegenüber dem „Telegraaf”. Seine Bilanz fällt durchweg positiv aus. „Ich denke, wir gehen vorerst nicht zurück.”
- Visabestimmungen unterscheiden sich je nach Land und Aufenthaltszweck und sollten frühzeitig geprüft werden.
- Sprachkenntnisse sind entscheidend, da Behörden, Ärzte oder Arbeitgeber selten auf Fremdsprachen ausweichen.
- Arbeitsmarkt, Anerkennung von Abschlüssen und lokale Jobchancen bestimmen maßgeblich die Erfolgsaussichten.
- Lebenshaltungskosten wie Miete, Energie oder Versicherungen variieren stark und verlangen ein realistisches Budget.
- Rechtliche Vorgaben zu Steuern, Sozialabgaben und Gesundheitsversorgung sind zentral für eine stabile Planung.
Viele Menschen stellen sich das Leben in Spanien idyllisch vor: Strände, gute Küche, angenehmes Klima. Für Pim und seine Familie hat sich inzwischen auch alles positiv entwickelt. Doch wer auswandert, merkt schnell, dass der Alltag komplexer sein kann.
Behördengänge können in Spanien Wochen oder sogar Monate dauern. Auch die Eröffnung eines Bankkontos oder ein Internetanschluss ziehen sich häufig hin. Wer ohne Spanischkenntnisse ankommt, stößt zudem schnell an Grenzen: Ärzte, Versorger oder Nachbarn sprechen abseits touristischer Zonen selten Englisch. Viele Neuankömmlinge unterschätzen diesen Punkt deutlich.
Auch die Lebenshaltungskosten werden oft falsch eingeschätzt. Zwar sind einige Preise niedriger als in besonders teuren US- oder Nordeuropäischen Städten, doch Lebensmittel, Energie oder Mobilität können spürbar ins Budget gehen. Wer neu ankommt, braucht Zeit, um soziale Kontakte aufzubauen. Viele Auswanderer erleben in den ersten Monaten Einsamkeit – verstärkt durch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede.
FOCUS

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