Streetstyles zum Karneval der Kulturen: Das trägt Berlin bei den heißen Temperaturen

Wir haben uns auf der Frankfurter Allee umgesehen: Zwischen bunten Umzugswagen zeigen die Berliner, wie stylisch sie der Sommerhitze trotzen.
Sonne und 28 Grad: Diese Outfits der Gäste beim Karneval der Kulturen haben trotzdem überzeugt.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von 28 Grad. Trotz der Hitze bleibt die Berlin aber nicht Zuhause, sondern nutzt die Gelegenheit, um beim Karneval der Kulturen modisch eine gute Figur zu machen. Denn neben den bunten, aufwendig kostümierten Gruppen des Umzugs wollen sich schließlich auch die Gäste in Schale werfen.
Migration und Multi-Kulti
Wir zeigen Ihnen, wie die Stadt trotz Sommerhitze stylisch bleibt. Dafür sind wir die Frankfurter Allee auf und ab gelaufen, um die besten Streetstyles für Sie einzufangen!
Als gebürtige Berlinerin ist der Karneval der Kulturen für Mara ein fester Termin im Kalender. Dabei setzt sie, wie auch sonst, komplett auf Second-Hand-Stücke. Dass sich ihr persönlicher Geschmack immer mal wieder wandelt, beweist ihr heutiges Outfit: Das ärmellose Halterneck-Top mit rot-schwarzem Ornament-Muster lag ein ganzes Jahr ungenutzt im Schrank, bevor es für den heutigen Anlass wieder hervorgekramt wurde. Heute führt sie es aus, um erst ihren Freunden, die in einem Späti arbeiten, Gesellschaft zu leisten und später tanzen zu gehen.
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Luftig sollte es sein für die plötzlich heißen Temperaturen in der Hauptstadt, sagt Xiaoke, der über das Wochenende zwei Freunde in Berlin besucht. Ursprünglich aus China kommend, setzt er für das Festival-Wetter auf ein lässiges, weißes Oversize-Hemd, das am Rücken komplett offen geschnitten und mit Schleifen zusammengebunden ist.
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Auch bei den Accessoires beweist er ein Auge fürs Detail und unterstützt gerne kleine Handwerksbetriebe aus seiner Heimat: Ein echter Hingucker sind seine auffälligen Ringe, die an kristallisierten Zucker erinnern.
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Tuch drüber, das ist schließlich immer eine gute Idee: Hannah bindet sich das bunt gemusterte Seidentuch kurzerhand als sommerliches Top um, während Bongani es lässig geknotet zum hellen Hemd und einer weiten Hose kombiniert.
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Abgestimmt ist hier übrigens nicht – das Zusammenspiel war reiner Zufall. Die beiden sind extra aus Köln angereist und zum ersten Mal beim Karneval der Kulturen dabei. Nach dem Umzug steht für sie noch eine Rooftop-Party an. Die Outfits stimmen dafür auf jeden Fall schon einmal.
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Obwohl sie aus Kreuzberg kommt, ist es für Marie-Claire erst der zweite Karneval der Kulturen. Passend zu ihrem Künstlernamen „Hidden Rose“, unter dem sie malt und Musik macht, trägt sie ein Kleid mit Rosen-Print. Darüber kombiniert sie ein luftiges, aufwendig besticktes Hemd von ihrer Oma. Komplettiert wird das Outfit durch Schmuck mit türkisfarbenen Perlen. Die Ohrringe sind ein Geschenk ihrer Schwester: Diese hatte sie von einer Kundin im Friseursalon bekommen und musste dabei direkt an Marie-Claire denken.
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Victor ist vor einem Jahr von den Philippinen nach Berlin gezogen, heute feiert er seinen allerersten Karneval der Kulturen. Die Inspiration für seinen Look: „Japanese Amekaji“ – die japanische Adaption von Vintage-Americana. Die meisten Teile hat er auch direkt in Japan erworben. Er kombiniert eine dunkle Raw-Denim-Jeans und braune Lederboots mit einem grauen Tanktop und einem locker sitzenden, blau gemusterten Kurzarmhemd. Das passende blaue Bandana auf dem Kopf und die Sonnenbrille runden den coolen Vintage-Look perfekt ab.
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Als wir Goya fragen, ob sie bei unserer Streetstyle-Strecke mitmachen möchte, ist sie anfangs zwar noch nicht so richtig überzeugt – umso mehr freuen wir uns, dass sie schlussendlich doch zugestimmt hat. Sie kauft ausschließlich Second-Hand. Ihr heutiges Outfit aus einem schwarzen Korsett-Top, einer Netzstrumpfhose und silber glitzernden Ballerinas spiegelt dabei allerdings nicht ihren typischen Alltagsstil wider, sondern ist einfach das, wonach sie sich „heute am Morgen gefühlt“ hat. Nach dem Karneval der Kulturen geht es für sie noch weiter, um eine Freundin auf dem Flohmarkt zu besuchen – und wer weiß, vielleicht warten dort ja schon die nächsten Second-Hand-Schätze.
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