Nahrungsergänzungsmittel kaufen: Darauf sollten Sie unbedingt achten

Nahrungsergänzungsmittel kaufen – das sollten Sie laut Expertin beachten.
Der Morgen beginnt für viele nicht mehr nur mit Kaffee – sondern mit einer Handvoll Kapseln. Supplements sind längst Teil eines modernen Gesundheitslifestyles, der Boom ist unübersehbar. Doch mit ihm wächst auch die Frage nach Qualität und Orientierung. "Der Markt ist stark gewachsen", sagt Julia Hoffmann, Geschäftsführerin bei Biogena. Gerade deshalb werde Qualität zunehmend unterschiedlich definiert – "teilweise stärker über Marketing als über tatsächliche Produktions- und Qualitätsstandards".
Für Konsument:innen macht das die Auswahl nicht einfacher. Dabei zählen Deutschland und Österreich laut Hoffmann sogar zu den stärker regulierten Märkten, da Nahrungsergänzungsmittel rechtlich als Lebensmittel gelten und damit umfassenden Vorgaben unterliegen. Gleichzeitig sind sie, anders als Arzneimittel, nicht zulassungspflichtig. Doch trotz dieses Rahmens gibt es Spielräume. "Dass es bis heute keine einheitliche EU-Regelung für Höchstmengen gibt, führt dazu, dass Produkte mit ähnlicher Deklaration unterschiedlich zusammengesetzt sein können."
Nicht nur die Menge in Supplements entscheidet über ihre WirksamkeitAuch Toleranzen spielen eine Rolle. Entscheidend sei daher nicht nur die Zahl auf dem Etikett: "Dosierung ist nicht gleich Wirksamkeit – es kommt auf Qualität, chemische Form und Bioverfügbarkeit an." Was bedeutet das für Konsument:innen? Laut Hoffmann entsteht Qualität nicht zufällig, sondern durch konsequente Systeme: "Entscheidend sind wissenschaftlich fundierte Rezepturen, kompromisslose Rohstoffqualität, kontrollierte Produktion und mehrstufige Qualitätssicherung inklusive Laboranalysen."
Das sollten Sie beim Kauf von Supplements beachtenBei Biogena etwa erfolgt die Herstellung im eigenen Haus in Salzburg. Als praktischen Tipp empfiehlt Hoffmann vor allem einen kritischen Blick: Transparenz über Herkunft und Herstellung, nachvollziehbare Deklarationen ohne überzogene Wirkversprechen und möglichst reduzierte Rezepturen ohne unnötige Zusatzstoffe. Auch die Einbindung in einen medizinischen Kontext könne ein Hinweis auf Qualität sein.
Am Ende gilt: Nahrungsergänzungsmittel sind keine Wundermittel – aber auch weit mehr als ein Trend. "Sie ersetzen keine Arzneimittel", so Hoffmann, "sind aber ein wirkungsvolles Instrument, um Gesundheit aktiv zu gestalten."
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