Business-Dresscode im Sommer: So kleiden Sie sich richtig im Büro!

Es ist langsam so weit: Der Sommer kommt. Ansteigende Temperaturen bedeuten aber keineswegs, dass der Dresscode im Büro ausgesetzt ist. Ist eine kurze Hose bei 30 Grad auch in Ordnung und was ist eigentlich mit den heißgeliebten Flip-Flops? Unsere Handreichung zur Büro-Etikette für die Sommermonate.
Zunächst zu den Basics: Je nach Büro wird ein Dresscode von formell bis leger erwartet. Dazwischen gibt es gleich fünf Abstufungen, bei denen sich die Begrifflichkeiten so aneinanderreihen, dass man leicht den Überblick verliert. Häufig ist der Dresscode kein offizieller, es steht nicht am Eingang des Büros oder im Arbeitsvertrag geschrieben, wie man sich anziehen soll. Bei Unsicherheit hilft es, sich daran zu orientieren, wie die Chefin oder der Chef sich kleiden oder bei der Einstellung das HR-Team zu fragen.
Das Paradebeispiel für „Business Formal“: In der Welt der Hochfinanz- und Chefetagen, wie hier in „Succession“, sind der perfekt abgestimmte dunkle Anzug und die Krawatte die eiserne Regel – die Büros haben hoffentlich Klimaanlage.
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Am elegantesten ist „Business Formal“, der Standard in Branchen wie Recht oder Finanzen sowie in Führungspositionen. Hier ist ein farblich abgestimmter Anzug oder ein Kostüm mit Business-Hemd beziehungsweise Bluse die Erwartungshaltung. Dazu kommen Krawatte und formelle Schuhe.
Weniger streng ist „Business Professional“ ausgelegt – ein elegantes und gepflegtes Auftreten mit hervorragend abgestimmten Einzelteilen wie einem guten Sakko, Stoffhosen, Hemden und Blusen muss aber dennoch beherrscht werden. Immerhin: Der Schlips darf hier getrost zu Hause bleiben.
„Business Casual“ ist – wenn man es so nennen darf – das gesunde Mittelmaß der Professionalität: Feine Stoffhosen, Hemden, Blusen und die „besseren“ Strickpullover werden mit Loafern oder Ballerinas kombiniert. Das sorgt dafür, dass man sich einerseits nicht verkleidet, andererseits aber noch elegant genug fühlt, um sich selbst im Meeting wichtig zu nehmen.
„Casual“ bedeutet dahingegen schlichtweg Freizeitkleidung: Hoodie, T-Shirt, Jeans und Sneaker sind völlig in Ordnung. Dazwischen existiert noch „Smart Casual“, also die gehobenere Version der alltäglichen Freizeitkleidung, die ordentliche Chinos oder dunkle Jeans, Pullover und nicht allzu sportliche Sneaker vorsieht.
Sommer im Büro: Dresscode für heiße Tage – was geht und was nicht?Für die letzten beiden Kategorien sollte die Büro-Etikette bei sommerlichen Temperaturen kein Problem darstellen. Aber was ist mit denjenigen, bei denen es auf der Arbeit noch etwas schicker zugeht?
Am ehesten drängt sich wohl die Frage nach der kurzen Hose auf, die einige Männer schon in den frühen Frühlingsmonaten fast panisch aus dem Schrank kramen – sei es, weil ihnen anscheinend akut zu warm ist, oder weil sie den harten, kälteresistenten Macker markieren wollen. Schlechte Nachrichten für die Kurze-Hosen-Fetischisten: Im klassischen Arbeitskontext bleibt die Beinfreiheit ein No-Go. Wenn Sie nicht gerade in einem extrem lockeren Umfeld wie einem Tech-Start-up arbeiten, oder zufällig Mark Zuckerberg heißen, muss die kurze Hose brav im Schrank aufs Wochenende warten. Gibt es die Unternehmenskultur ausnahmsweise doch her, muss es dann aber zumindest eine ordentliche Chino-Shorts sein.
Kurzarmhemden sind ein modisch wunder Punkt. Ihr spießiges Image beiseitegenommen, kann man sie im „Business Casual“ aber durchaus tragen, solange sie hochwertig sind und gut sitzen. Das Hawaii-Hemd hat auf der Arbeit – und eigentlich auch sonst überall – nichts zu suchen.
Kurzarmhemden sind modisch gefährliches Terrain im Büro: Ein Modell, wie Julien es hier trägt, ist nur in der realitätsfernen Welt von „Emily in Paris“ angemessen.
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Frauen haben im Sommer zwar mehr Auswahl an Kleidungsstücken, damit maximiert sich aber auch das Risiko, danebenzugreifen. Ein Top mit dünnen Trägern gilt im Büro als unangebracht, ärmellose Oberteile mögen in entspannteren Kontexten gerade so noch durchgehen. Da dort aber ohnehin meist die Klimaanlage für fröstelige Temperaturen sorgt, kann man das Top für den Arbeitsweg anziehen und drinnen mit einem dünnen Blazer oder einer Strickjacke schichten. Tabu bleiben jedoch tiefe Ausschnitte, bauchfreie Tops oder transparente Stoffe, die unfreiwillige Einblicke auf die Unterwäsche gewähren.
Es mag nach sonntäglichem Kirchgang klingen, aber leider ist die Professionalität einer Frau in der Wahrnehmung oft noch an ihr Auftreten im Bürokontext gebunden. Deswegen gilt (bei konservativen Dresscodes) Röcken und Kleidern die bewährte Faustregel: handbreit über dem Knie.
Ärmellose Anzugweste mit passender Hose im Nadelstreifen-Look: Für professionellere Dresscodes ein absolutes Nein, im Business Casual eine Grauzone und im Fall von Andy Sachs in kreativen Büros absolut tragbar.
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Und was ist nun mit Flip-Flops? Leider ebenfalls tabu. Bei Frauen sind in einem lockeren Umfeld elegante Ledersandalen völlig in Ordnung. Geht es formeller zu, müssen die Zehen jedoch bedeckt bleiben: Slingback-Pumps, Ballerinas, Loafer oder Bootsschuhe sind hier für Damen beziehungsweise Herren die sichere Wahl.
Dresscode im Büro: Die besten Materialien für den SommerGenerell gilt: Der Schlüssel zu einem bürotauglichen Sommer-Outfit ist nicht weniger, sondern anderer Stoff. Polyester und Acryl werden durch atmungsaktive Materialien wie Leinen, Seide oder Tropenwolle ersetzt. Für den formellen Dresscode bedeutet das: Ein leichter Anzug oder ein Kostüm aus Sommerwolle – der Stoff ist einem wahrscheinlich trotzdem zu warm, wird aber erträglich, sobald die Klimaanlage anspringt.
Beim „Business Casual“ greifen die Damen am besten zu einem wadenlangen Hemdblusenkleid, einem Plissee-Rock oder einer lockeren Anzughose mit Bluse. Die Herren sind mit einer leichten Chino oder einer feinen Leinenhose, kombiniert mit einem leichten Hemd (gerne elegant hochgekrempelt) oder einem hochwertigen Polo-Shirt, bestens beraten.
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