Ukraine-Krieg im Live-Ticker: Aktuelle News zu Russlands Angriffskrieg
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Russland intensiviert seine Drohnenangriffe auf die Ukraine nach Auslaufen der Waffenruhe, um den Druck auf das Land zu erhöhen. Präsident Selenskyj spricht von 800 Drohnen seit Tagesbeginn. Die Entwicklungen im Liveticker.
10.41 Uhr: Der Luftangriff Russlands auf die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden ist der bisher größte in der Geschichte des russischen Angriffskrieges gegen das Land. Laut Angaben ukrainischer Behörden sind in 24 Stunden mindestens 1560 Drohnen auf die Ukraine geflogen. Zudem habe Moskau auch mindestens 56 Marschflugkörper und Raketen abgefeuert, darunter Kinschal-Hyperschallraketen und Iskander.
Hauptziel des Angriffes war laut dem Verteidigungsministerium der Ukraine Kiew. In der Hauptstadt ist ein neunstöckiges Wohnhochhaus im Stadtteil Darnyzja eingestürzt. Mindestens drei Menschen starben allein dort, 40 wurden zum Teil schwer verletzt, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte. Auch 10 weitere Häuser, ein Geschäftszentrum, ein Autohaus, ein Supermarkt und 27 Autos seien durch die Angriffe beschädigt worden, so die Staatsanwaltschaft Kiew.
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9.05 Uhr: In der Ukraine hat das Oberste Anti-Korruptions-Gericht Untersuchungshaft gegen den früheren ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak angeordnet. Die Haft gelte für zunächst 60 Tage, Jermak habe die Möglichkeit, gegen Kaution auf freien Fuß zu kommen, teilte der Richter am Morgen mit.
Donnerstag, 14. Mai, 7.17 Uhr: Wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe hat Russland die Ukraine mit einem der längsten Luftangriffe in mehr als vier Jahren Krieg überzogen. In der Nacht wurde erneut Luftalarm im ganzen Land ausgelöst. Ukrainischen Medienberichten zufolge warnte das Militär vor anfliegenden Drohnen und ballistischen Raketen. Aus der Hauptstadt Kiew wurden wenig später Explosionen und mehrere Verletzte sowie mindestens ein Todesopfer gemeldet.
Laut dem Nachrichtenportal "The Kyiv Independent" wurden mehrere Gebäude beschädigt. Aus den Trümmern eines eingestürzten neunstöckigen Hochhauses in einer Plattenbausiedlung seien Sanitätern zufolge mehrere verschüttete Menschen geborgen worden. Allein dort starben mindestens drei Menschen, 40 wurden zum Teil schwer verletzt. Laut den Rettungskräften gibt es mindestens sieben weitere Verletzte im Umland.
Schon den ganzen Mittwoch über hatte die russische Armee Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen, wobei solche Attacken über Tag ungewöhnlich sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als 800 Drohnen. Mindestens sechs Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als "Terror".
22.15 Uhr: Nach einem Tag massiver russischer Drohnenangriffe auf die Ukraine droht in der Nacht eine Welle von Raketenangriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete abends die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei Starokostjantyniw im Westen, wo eine wichtige ukrainische Luftwaffenbasis liegt.
Ukrainische Telegramkanäle warnten vor dem drohenden Beschuss mit ballistischen Raketen. Sie meldeten zudem den Start von mindestens vier russischen Langstreckenbombern des Typs Tupolew Tu-160. Diese sollten bei Tagesanbruch die Zonen für den Abwurf ihrer Marschflugkörper erreichen.
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18.05 Uhr: Bei einem neuen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Seit Tagesbeginn seien bereits mindestens 800 Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen, und die Attacke dauere an, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er sprach von „Terror”.
„Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen”, sagte Selenskyj. Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirke, die Unterstützung für den russischen Angriffskrieg zu beenden.
Peking bezeichnet sich offiziell als neutral in dem Konflikt. Durch den Kauf von russischem Öl und Gas spült China aber Geld in Russlands Kriegskasse. Und das mit westlichen Sanktionen belegte Russland profitiert wiederum vom chinesischen Gütern, die es auch für seine Rüstungsindustrie nutzt.
Mittwoch, 13. Mai, 12.15 Uhr: Russland greift die Ukraine mit mehreren Drohnenschwärmen an. Das meldet der Militärgeheimdienst des Landes am Mittwoch. Auch die Hauptstadt Kiew sei im Visier. Demnach sollen die Drohnen die ukrainische Luftabwehr überlasten, bevor dann ein zweiter Angriff mit Raketen erfolgt. Ziele sind etwa die kritische Infrastruktur, wie Krankenhäuser, Regierungsgebäude und Militäreinrichtungen.
Dienstag, 12. Mai, 10.46 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf der Nachrichtenplattform Telegram mitgeteilt, dass Moskau die seit dem 9. Mai geltende Waffenruhe beendet habe. "Russland selbst hat sich entschieden, den Teil-Waffenstillstand zu beenden, der mehrere Tage andauerte", so Selenskyj. Mehr als 200 Langstreckendrohnen seien in der Nacht auf die Ukraine angefeuert worden. "Bomben wurden wieder auf die Front abgeworfen – über 80, mehr als 30 Luftangriffe wurden verzeichnet", sagte Selenskyj. Dabei seien auch zivile Ziele getroffen worden – neben Energieanlagen auch Wohnhäuser und ein Kindergarten. Selenskyj kündigte an, dass nun auch die Ukraine ihre Angriffe auf militärische Ziele in Russland und den von russischen Truppen besetzten Teilen der Ukraine fortsetzen werde.
Montag, 11. Mai, 7.00 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei neuen Projekten stehe die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten im Fokus, sagte er der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der Reise, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt worden war.
"Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte", sagte der Minister. "Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich deep strike. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder."
Als Deep strike wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören. Die europäischen Nato-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Pistorius hält es für nötig, dass die Nato-Staaten diese schnellstmöglich schließen.
Er sagte, die Bundesregierung strebe weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen ("Joint Ventures") an. "Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld. Außerdem planen wir, über die Plattform "Brave One" Entwickler, die vielversprechende Innovationen vorweisen können, zu fördern", sagte Pistorius.
22.14 Uhr: Vertreter der Ukraine haben auf die Behauptungen Wladimir Putins bei einem Gespräch mit Pressevertretern in Moskau reagiert. „Sie verstehen, wie wichtig die Austausche für die Ukrainer sind, deshalb versuchen sie immer, alles zu verkomplizieren“, sagte die Quelle. Zugleich gehe es nun auch darum, ob die USA garantieren könnten, was versprochen wurde, so ein Vertreter der ukrainischen Regierung gegenüber dem Sender RBK-Ukraine. „Sie brechen das Versprechen nicht so sehr uns gegenüber, sondern gegenüber den Vereinigten Staaten.”
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai sowie einen Gefangenenaustausch im Verhältnis 1000 zu 1000 angekündigt. Die Ukraine unterstützte den Vorschlag, Russland stimmte ihm ebenfalls zu.
21.41 Uhr: Der russische Machthaber Wladimir Putin hat bei einer Pressekonferenz nach der Parade zum 9. Mai angegeben, dass die Ukraine keine Liste mit Gefangenen für einen Austausch vorgelegt habe. Ihm zufolge hatte Russland der Ukraine bereits vor Trumps Vorschlag einen Vorschlag für einen Gefangenenaustausch übermittelt. Nach Putins Angaben hatte Russland der Ukraine eine Liste von 500 in Gefangenschaft befindlichen ukrainischen Soldaten übergeben, doch Kiew sei daraufhin „vom Radar verschwunden“.
Die Aussagen stehen im Widerspruch zu seinem eigenen Berater Jurij Uschakow, der am Nachmittag erklärt hatte, dass die Behörden beider Länder mit Gefangenenlisten arbeiten würden, um bei einer Übereinkunft schnell mit dem Austausch beginnen zu können.
Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einer Waffenrufe um die Siegesparade des Putin-Regimes auf dem Roten PLatz nur zugestimmt, da es einen Austausch von Kriegsgefangenen geben sollte: 1000 Russen gegen 1000 Ukrainer. Nun könnte Putin seine Zusage gebrochen haben.
21.26 Uhr: Russlands Staatschef Wladimir Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. „Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.”
Obwohl sich die USA bisher um Vermittlung bemüht hatten, könne er sich von europäischer Seite Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler vorstellen. „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.” Schröder und Putin gelten als enge Freunde. Schröder hat den russischen Machthaber, der wegen Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt ist, immer wieder verteidigt. Schröder arbeitete nach seiner Zeit als Bundeskanzler viele Jahre für russische Staatsunternehmen.
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21.13 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin ist bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, aber nur in der russischen Hauptstadt. „Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen”, sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau.
Es sei keine direkte Einladung an Selenskyj, doch würde er sich auch mit ihm treffen. „Wir können uns auch an einem anderen Ort als Moskau treffen, aber nur wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde”, sagte Putin. Selenskyj schließt eine Reise nach Moskau aus.
Samstag, 9. Mai, 17.46 Uhr: Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. „Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten.” Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.
Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. „Im Moment ist alles normal”, sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei „eine Art Ruhetag” eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren.
21.06 Uhr: Der Kreml stimmt dem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg ab Samstag und einen Gefangenenaustausch zu. Das sagte der außenpolitische Berater von Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Am Samstag wird in Russland an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg erinnert; dazu gibt es eine Militärparade auf dem Roten Platz.
"Als wichtigstes wurde festgelegt, eine Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai einzuhalten, einschließlich des Austausches von 1.000 Personen von jeder Seite", sagte Uschakow. Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen. "Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew."
20.36 Uhr: Selenskyj bestätigte die von US-Präsident Trump angekündigte Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. "Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden", sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen.
20.04 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab morgen geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1.000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Bitte sei direkt von ihm vorgebracht worden. Er sei Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump.
"Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs". Die Gespräche für eine Beendigung des Kriegs - "des größten seit dem Zweiten Weltkrieg" - gingen weiter. Jeden Tag käme man näher ans Ziel, sagte Trump. Tatsächlich mangelte es bei den Verhandlungen zuletzt an sichtbaren Fortschritten.
08.08 Uhr: Trotz „Waffenruhe” habe auch Russland seine Angriffe nach Angaben Kiews fortgesetzt. Russland habe "nicht einmal einen symbolischen Versuch unternommen, eine Waffenruhe an der Front einzuhalten", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitagmorgen im Onlinedienst X. "Wie bereits in den vergangenen 24 Stunden wird die Ukraine auch heute entsprechend reagieren." Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe in der Nacht 56 russische Drohnen nahe der Front abgeschossen.
Freitag, 08.05., 06.30 Uhr: Der Bürgermeister von Moskau hat nach dem Inkrafttreten der von Russland ausgerufenen einseitigen „Waffenruhe” das Abfangen von 20 ukrainischen Drohnen gemeldet. Die Drohnen hätten auf die russische Hauptstadt zugesteuert, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitagmorgen in dem vom russischen Staat unterstützten Onlinedienst Max. Die „Waffenruhe”, die als extrem brüchig gilt und deren tatsächliche Umsetzung völlig unklar ist, war um 00.00 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten und soll bis Samstag gelten.
19.42 Uhr: Mit scharfer Kritik hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf indirekte Drohungen des Kreml gegen diplomatische Vertretungen in Kiew reagiert. Die Drohungen seien "inakzeptabel", sagte er der "Bild".
Wadephul sprach mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin von einem "Zeichen der Panik, die in Moskau umgeht, weil die Konsequenzen der endlosen Kette schwerster Fehlentscheidungen Putins nicht mehr zu verstecken sind". Der Krieg gegen die Ukraine sei ein fortlaufendes Verbrechen gegenüber der Ukraine, mit jedem weiteren Tag aber auch ein Beweis der absoluten "Verachtung gegenüber den eigenen Soldaten, die als Kanonenfutter zu Tausenden in verlorene Schlachten geschickt werden", sagte der Außenminister. "Das Regime weiß genau, dass seine eigene Bevölkerung die geplante Siegesparade vor diesem Hintergrund nur als Hohn empfinden kann."
18.24 Uhr: Russland hat angesichts eines möglichen Vergeltungsangriffs auf Kiew die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt und ausländische Diplomaten erneut dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. "Wir erinnern die Zivilbevölkerung von Kiew und die Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen erneut daran, dass sie die Stadt rechtzeitig verlassen müssen", erklärte das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Im Falle eines ukrainischen Angriffs werde Moskau "mit gleicher Münze zurückzahlen".
17.15 Uhr: Bedroht durch russische Drohnen kämpfen ukrainische Forstleute gegen einen großen Waldbrand im nördlichen Gebiet Tschernihiw direkt an der Grenze zu Russland. Das Feuer sei durch russischen Beschuss ausgelöst worden und habe 2400 Hektar Wald erfasst, teilte der staatliche Forstbetrieb Lissy Ukrajiny mit.
Zu dem Grenzgebiet bei den Orten Jelyne und Tychonowytschi hätten Förster aus Sicherheitsgründen schon lange keinen Zugang mehr gehabt. Mit Traktoren werde versucht, Schneisen zu ziehen, um das Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Ständig seien feindliche Drohnen in der Luft, gegen die man sich mit Störsendern wehre. Trotzdem könne ein Großteil des mobilisierten Löschgeräts nicht eingesetzt werden.
16.59 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschießen könne, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit.
Das Ausmaß der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellte das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs, das wohl von der angreifenden Drohne stammt. Standort der Korvette war demnach die Großstadt Kaspijsk in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.
8.20 Uhr: Die jüngsten russischen Angriffe machen nach Ansicht der Ukraine die von Putin ausgerufene Waffenruhe für den 8. und 9. Mai "zunichte". Das schreibt Serhii Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, auf X. Die Russen hätten die von Selenskyj ausgerufene Waffenruhe, die ab 0 Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai gelten sollte, verletzt "und eine Reihe von Angriffen auf die Ukraine verübt". Diese Aktionen würden "den von Putin für Waffenstillstand zunichte" machen.
Mittwoch, 6. Mai, 7.20 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, starben bei russischen Angriffen auf Ziele im Osten der Ukraine mindestens 27 Menschen. Zwölf von ihnen kamen in Saporischschja ums Leben. Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden vor Ablauf einer Mitternachtsfrist, die einen von Kiew vorgeschlagenen unbefristeten Waffenstillstand einleiten sollte (siehe Eintrag 4. Mai, 20.57 Uhr).
Der ukrainische Außenminister Sybiha schreibt dazu auf X: "Nur wenige Stunden vor Inkrafttreten des ukrainischen Waffenstillstandsvorschlags zeigt Russland keine Anzeichen dafür, dass es sich auf eine Beendigung der Feindseligkeiten vorbereitet. Im Gegenteil, Moskau verschärft den Terror."
Dienstag, 5. Mai, 18.40 Uhr: Kurz vor einer von der Ukraine angekündigten Waffenruhe sind in der Großstadt Saporischschja infolge russischer Bombenangriffe mindestens zwölf Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mitteilte. Bilder zeigten schwere Schäden an Gebäuden und Rauchwolken. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft nur etwa 20 Kilometer südlich der Stadt.
Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk nach Behördenangaben mindestens neun Menschen durch drei russische Bomben getötet. Es gebe zudem 16 Verletzte, teilte der Zivilschutzdienst bei Telegram mit. Dutzende Menschen mussten psychologisch betreut werden. Den Angaben nach wurde eine große Zahl an Wohnhäusern und Autos beschädigt. Mehrere Brände wurden gelöscht. Die Industriestadt im hart umkämpften Gebiet Donezk ist nur rund 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
20.57 Uhr: Kurz nach einer russischen Erklärung hat die Ukraine ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. "Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.
Montag, 04. Mai, 19.37 Uhr: Russland hat im Krieg gegen die Ukraine eine zweitägige Waffenruhe um den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai angeordnet. Diese gelte auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin am 8. und 9. Mai, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Moskau zähle darauf, dass die ukrainische Seite dem Beispiel folge. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Journalisten mitgeteilt, dass Kiew keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten habe.
Über eine mögliche Waffenruhe über den Feiertag hatten zuerst Putin und US-Präsident Donald Trump bei einem Telefonat Ende April gesprochen. Putin erwäge eine solche Feuerpause, sagte dessen außenpolitischer Berater Juri Uschakow. Aber auch Trump nahm in Washington die Initiative für sich in Anspruch.
Selenskyj forderte daraufhin von den USA Aufklärung, was genau besprochen worden sei. Die Ukraine trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und einen mit Sicherheitsgarantien versehenen Frieden ein, sagte er.
12.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den Angreifer Russland nach mehr als vier Jahren Krieg deutlich geschwächt, während sein eigenes Land stärker werde. Es könne sogar passieren, dass ukrainische Drohnen über der Moskauer Parade zum Tag des Sieges am 9. Mai flögen, sagte Selenskyj bei dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Armeniens Hauptstadt Eriwan.
"In diesem Sommer wird der Moment kommen, an dem (Russlands Präsident Wladimir) Putin entscheiden wird, was er weiter tun will, den Krieg auszuweiten oder den Weg der Diplomatie einzuschlagen", sagte Selenskyj laut Mitschnitt seiner Rede. Bei der Parade zur Erinnerung an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg werde Moskau zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Militärtechnik mehr zeigen. "Und es könnten auch ukrainische Drohnen über dieser Parade fliegen. Das zeigt, dass sie nicht so stark sind wie früher."
Montag, 4. Mai, 11.24 Uhr: Im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind bei einem russischen Raketenangriff mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 18 Personen seien bei der Attacke auf die Stadt Merefa verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram. Getötet wurden demnach ein 50-jähriger und ein 63-jähriger Mann sowie zwei Frauen im Alter von 41 und 52 Jahren. Mehrere Wohnhäuser, Hochhäuser und Läden seien beschädigt worden. Auch die Siedlung Besljudiwka wurde demnach mit einer Drohne angegriffen.
15.59 Uhr: Ein Strahlenlabor des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist von einer Drohne angegriffen worden. Darüber habe das AKW informiert, berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Das AKW ist von Russland besetzt. Es sei unklar, ob das Labor, das sich außerhalb des abgesicherten Kraftwerksgeländes befindet, beschädigt wurde, hieß es von der IAEA.
Die IAEA forderte Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es von dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement. Allerdings wurde erst Anfang der Woche nach Angaben der Besatzungsbehörden ein AKW-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff getötet.
Sonntag, 3. Mai, 9.20 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht erneut den russischen Ölverladehafen Primorsk an der Ostseeküste mit Drohnen angegriffen. "Im Zuge der Abwehr von Attacken auf Primorsk ist ein Feuer ausgebrochen, im Moment sind die Folgen des Brands liquidiert", schrieb der Gouverneur des die Millionenstadt St. Petersburg umgebenen Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, bei Telegram. Ölprodukte seien nicht ausgelaufen, betonte er. Seinen Angaben nach wurden über der Region mehr als 60 Drohnen abgeschossen.
Das unabhängige Portal "Astra" schrieb unter Berufung auf die Auswertung von Satellitenbildern, dass wohl das Ölterminal selbst und ein Flugabwehrsystem des Typs Panzir von Drohnen getroffen worden seien. Über die Schwere der Schäden gibt es keine Angaben.
Derweil berichten andere Medien auch von Drohnenangriffen auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk. Dort seien zwei Tanker der russischen Schattenflotte getroffen worden, heißt es. Offiziell bestätigt wurden die Angaben bislang nicht.
Samstag, 2. Mai, 10.00 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Zivilisten, ein Mann und eine Frau, getötet worden. "Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden – sechs Männer und eine Frau", teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien demnach zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Der Angriff ereignete sich laut Behördenangaben gegen 7.00 Uhr morgens Ortszeit (6.00 MEZ).
Frontlinie verläuft weiter unmittelbar vor der StadtUnmittelbar nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine nahm die russische Armee Cherson ein. Im Zuge einer ukrainischen Gegenoffensive im Herbst 2022 sahen sich die Besatzer jedoch gezwungen, die Großstadt am Dnipro zu verlassen und sich auf das östliche Ufer des Flusses zurückzuziehen. Seitdem liegt die Frontlinie direkt östlich vor Cherson. Aus diesen Stellungen beschießen russische Truppen die Stadt immer wieder mit Artillerie, Drohnen und Raketen.
22.37 Uhr: Nach harten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für die Großstädte Odessa und Dnipro eine Stärkung der Flugabwehr in Aussicht gestellt. "Für Dnipro gibt es zusätzliche Radare, elektronische Störsysteme, zusätzliche Mannschaften", sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Auch für Odessa gebe es Lösungen und die Abschussquote steige bereits. "Doch muss sie noch höher sein", gab Selenskyj als Ziel vor. Das russische Militär versuche mit häufigen und intensiven Angriffen die ukrainische Flugabwehr zu überwinden.
Die südostukrainische Industriestadt Dnipro wurde insbesondere vergangene Woche mit Raketen und Drohnen unterschiedlichen Typs angegriffen. Der Großraum um die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer wird regelmäßig von russischen Kampfdrohnen attackiert.
Freitag, 1. Mai, 16.56 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. "Ich habe die Aufgabe gestellt, die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen", teilte der Staatschef bei Telegram mit. Dabei sollen vor allem die Zahlungen bei Kampfeinsätzen erhöht und entsprechende Erfahrungen stärker berücksichtigt werden.
Der Sold im Hinterland soll um fast 50 Prozent auf umgerechnet knapp 400 Euro steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte er mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge von etwas über 1900 Euro in Aussicht.
Wie die erhöhten Ausgaben finanziert werden sollen, erklärte Selenskyj nicht. Im April hatte die Europäische Union allerdings einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kiew mit dem Geld nun erstmals direkt die Armee finanzieren. Zum angekündigten Reformpaket gehört demnach ebenso ein stärkerer Einsatz befristeter Verträge. Schon in diesem Jahr sollen bereits Eingezogene schrittweise aus dem Wehrdienst ausscheiden können.
Mittwoch, 29. April, 21.32 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben in einem Telefonat über eine befristete Waffenruhe im Ukraine-Krieg gesprochen. Putin sei bereit zu einer Feuerpause während der Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken, sagte der außenpolitische Berater des Kremlchefs, Juri Uschakow. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
Weiter sagte Uschakow, das Gespräch sei offen und sachlich gewesen und habe auf russische Initiative stattgefunden. Trump sagte im Weißen Haus, er habe Putin in einem "langen", "guten" Gespräch eine Waffenruhe nahegelegt - "und ich glaube, er könnte das tun".
Trump wurde im Oval Office auch gefragt, ob der Iran-Krieg oder der russische Krieg gegen die Ukraine eher enden werde. Seine Antwort: "Ich weiß es nicht." Vielleicht lägen die Kriege in einem ähnlichen Zeitplan. "Ich glaube, die Ukraine ist militärisch gesehen geschlagen", sagte er.
Der US-Präsident betonte zudem, er denke, Putin sei schon vor einiger Zeit bereit gewesen, eine Einigung zu erzielen. "Ich glaube, einige Leute haben es ihm schwer gemacht, einen Deal zu machen." Trump hat seinen Kurs im Ukraine-Krieg mehrfach geändert, fällt allerdings immer wieder mit Russland-nahen Positionen auf.
Dienstag, 28. April, 15.18 Uhr: Die von Russland angegriffene Ukraine hat das geltende Kriegsrecht und die Mobilisierung um weitere 90 Tage bis Anfang August verlängert. Für beide von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Entwürfe stimmte Medienberichten zufolge jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten.
10.49 Uhr: Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine in der Nacht zum Samstag hat Nato-Mitgliedsland Rumänien durch Drohnentrümmer ausgelöste Schäden gemeldet. In der Stadt Galati im Südosten des Landes seien ein Strommast und ein Gebäude beschädigt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest am Morgen mit. Verletzte gebe es keine.
"Solche Vorfälle belegen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation vor dem Völkerrecht und gefährden nicht nur die Sicherheit der rumänischen Bürger, sondern auch die kollektive Sicherheit der Nato", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Das Nato-Land Rumänien teilt über mehr als 600 Kilometer eine Grenze mit der Ukraine.
Bereits zuvor waren russische Drohnen mehrmals in den ukrainischen Luftraum eingedrungen, wenn Moskau ukrainische Häfen auf der anderen Seite der Donau angegriffen hatte, die die Grenze zwischen der Ukraine und Rumänien bildet. Dabei fielen auch wiederholt Trümmerteile auf rumänisches Staatsgebiet, Schäden hatte es bislang aber nicht gegeben.
Bereits in den kommenden Tagen will Rumänien zum Schutz ein KI-gestütztes US-System zur Drohnenabwehr in seine Luftverteidigung integrieren, sagte Verteidigungsminister Radu Miruță sagte. Das System wird bereits in Polen eingesetzt.
Samstag, 25. April, 08.38 Uhr: Ein massiver russischer Luftangriff hat in ukrainischen Städten Tote, Verletzte und schwere Schäden verursacht. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nachts nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Das ukrainische Außenministerium sprach am Morgen danach von mindestens fünf Toten und mehr als 30 Verletzten.
Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet; auch die Hauptstadt Kiew und eine Reihe anderer Städte wurden angegriffen. Allein in Dnipro gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens 3 Tote und 21 Verletzte. In den Trümmern eines Wohnblocks werde noch nach Vermissten gesucht.
Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer Marschflugkörper abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.
In ihrer Bilanz am Morgen sprach die ukrainische Luftwaffe von 619 feindlichen Drohnen sowie 47 Raketen und Marschflugkörpern verschiedener Typen. 580 Drohnen seien abgefangen worden. Von den Marschflugkörpern Ch-101 und ballistischen Raketen Kalibr seien die meisten ausgeschaltet worden. Kein wirksames Mittel hat die Ukraine gegen Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander-M.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht seien 127 angreifende ukrainische Drohnen abgefangen worden. Gemeldet wurden Angriffe auf die Wolga-Region, aber auch weit im Osten auf die Städte Perm und Jekaterinburg am Ural. In Jekaterinburg seien sechs Menschen verletzt worden, teilte Gebietsgouverneur Denis Pasler mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Angaben zu angegriffenen Militärzielen oder Industrieanlagen gab es nicht.
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19.36 Uhr: Der britische Prinz Harry (41) hat der zivilen Opfer russischer Kriegsverbrechen im ukrainischen Butscha gedacht. Das teilte die Minenräumungsorganisation Halo Trust mit, die nach eigenen Angaben die Umgebung des einst schwer verminten Orts weitgehend von Sprengsätzen befreit hat. Harry besuchte demnach einen Gedenkort in Butscha.
Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) war am Donnerstag überraschend in der Ukraine eingetroffen. Bei einer Rede in Kiew hatte er die Kriegsführung Russlands scharf kritisiert und Russlands Präsidenten aufgefordert, den Krieg zu beenden.
Die Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden – manche mit gefesselten Händen.
Bei seinem Besuch in Butscha testete Harry auch neueste Technologie im Kampf gegen Landminen. Der britische Royal steuerte dazu eine KI-unterstütze Drohne zum Aufspüren von Landminen und lenkte Roboter, mit denen die gefährlichen Sprengkörper ausgegraben werden können, wie aus der Halo-Mitteilung hervorgeht.
Harrys Mutter Prinzessin Diana hatte 1997 Schlagzeilen gemacht, als sie mit Schutzkleidung durch ein von der Organisation Halo Trust geräumtes Minenfeld in Angola marschierte.
"Als meine Mutter vor beinahe 30 Jahren Angola besuchte, machten Minenräumer ihre Arbeit auf Händen und Füßen, um unexplodierte Sprengkörper auszugraben", sagte Harry der Mitteilung zufolge. Er fügte hinzu: "Das ist nicht nur Fortschritt, das rettet Leben!".
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15.40 Uhr: Russland und die Ukraine haben nach übereinstimmenden Angaben jeweils 193 Kriegsgefangene ausgetauscht. Ukrainische Angehörige von Armee, Nationalgarde, Grenzschutz und nationaler Polizei seien in ihre Heimat zurückgekehrt, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Das Verteidigungsministerium Russlands in Moskau teilte mit, die freigelassenen russischen Soldaten seien noch in Belarus, wo der Austausch stattgefunden habe.
Zuletzt hatten die Kriegsparteien Anfang März jeweils 500 Gefangene freigelassen.
Freitag, 24. April, 13.58 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat zwei hochrangige Offiziere wegen verfälschter Lageberichte aus dem Frontgebiet in der Region Charkiw ihres Postens enthoben. Das bisherige Kommando habe "die reale Lage verschleiert, eine Reihe von Stellungen ging verloren und es wurden Fehler bei der Versorgung von Soldaten begangen", teilte der Generalstab in sozialen Netzwerken mit. Ausgewechselt wurde neben dem Kommandeur der 14. mechanisierten Sonderbrigade auch der Chef des übergeordneten 10. Armeekorps.
Den Angaben nach handelt es sich um Frontabschnitte östlich des Flusses Oskil bei der Stadt Kupjansk. Mit Booten und Transportdrohnen werde dort die Versorgung der ukrainischen Einheiten sichergestellt, die durch "systematische Luft- und Raketenangriffe des Gegners" auf die Flussübergänge erschwert sei. Gegen die ehemalige Führung der 14. Sonderbrigade seien dienstliche Ermittlungen eingeleitet worden.
Tags zuvor hatte die Tochter eines Militärangehörigen mit der Veröffentlichung von Bildern ausgemergelter Soldaten auf die erschwerte Versorgungslage aufmerksam gemacht. "Die Jungs sind ohne Essen und Wasser! Die Kämpfer werden vor Hunger ohnmächtig, trinken Regenwasser", schrieb sie bei Threads. Das Verteidigungsministerium in Kiew reagierte umgehend.
Donnerstag, 23. April, 19.25 Uhr: Nach der Abwahl des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban soll schnell die erste Runde von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine gestartet werden. Es sei nun an der Zeit, nach vorn zu blicken und den nächsten Schritt vorzubereiten, sagte EU-Ratspräsident António Costa zum Auftakt eines informellen EU-Gipfels in Zypern. Dieser bestehe darin, die ersten Verhandlungskapitel für den EU-Beitritt der von Russland angegriffenen Ukraine zu eröffnen.
Der Start der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine war bereits im Sommer 2024 beschlossen worden. Die Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts wurde dann allerdings von Ungarn mit einem Veto blockiert. Orban begründete seine Blockade mit angeblichen großen Gefahren für die EU durch einen Beitritt der Ukraine. Er behauptete beispielsweise, dass die EU dadurch in einen Krieg mit Russland gezogen werde.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte in Zypern, die Ukraine wolle so schnell wie möglich der EU beitreten. Seine Regierung hatte sich zuletzt selbst das Ziel gesetzt, die Verhandlungen dazu bis Ende 2028 abzuschließen. Ob sich das umsetzen lässt, ist allerdings völlig unklar. Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wurden beispielsweise bereits 2005 gestartet - sie liegen allerdings heute nach fortdauernden Rückschritten des Landes in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte vollständig auf Eis.
Montag, 20. April, 16.15 Uhr: Internationale Ermittler haben gemeinsam mit Europol 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder identifiziert und aufgespürt. Die Kinder seien vermutlich gewaltsam in die besetzten Gebiete der Ukraine, nach Russland oder Belarus verschleppt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die Informationen seien den ukrainischen Behörden übergeben worden.
Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen.
Die Experten hatten online in digitalen Quellen und mit Gesichtserkennung versucht, die Kinder zu finden. Grundlage sind etwa Kinderfotos der Eltern. Es seien unter anderem auch Transportrouten ermittelt worden sowie Militäreinheiten, die an der Deportation beteiligt waren. Es ist die dritte internationale digitale Suchaktion von Europol zu den verschleppten Kindern der Ukraine.
Seit Beginn des Krieges vor gut vier Jahren wurden nach Angaben von Europol schätzungsweise mehr als 19.500 Kinder aus den besetzten Gebieten nach Russland oder Belarus verschleppt. Einige seien von Russen adoptiert worden, andere würden in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten.
Der Internationale Strafgerichtshof leitete deshalb Ermittlungen ein und erließ internationale Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie die russische Beauftragte für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa.
20.44 Uhr: Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Straßen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen. "Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
"Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen", fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskyj nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
Freitag, 17. April, 6.21 Uhr: Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.
Erst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen. Knapp 340.000 Kunden blieben damals vorübergehend ohne Strom.
Donnerstag, 16. April, 7.22 Uhr: Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens 14 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Sieben Menschen seien in der südlichen Hafenstadt Odessa bei Raketen- und Drohnenangriffen getötet worden, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak. In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. Zudem seien allein in der Hauptstadtregion mindestens 45 Menschen verletzt worden.
Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha drei Menschen getötet. Aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet.
Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet.
21.38 Uhr: In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist nach Behördenangaben ein achtjähriger Junge durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Weitere 14 Menschen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur Ihor Taburez bei Telegram. Vier Hochhäuser wurden demnach beschädigt.
Zuvor waren bereits bei einem russischen Raketenangriff auf die Industriestadt Dnipro nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 27 verletzt worden. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
14.49 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass die "Druschba"-Pipeline, die durch die Ukraine verläuft, bis Ende des Monats repariert werden. "Wie versprochen, wird sie bis Ende April repariert sein, nicht vollständig, aber so weit, dass sie funktionsfähig ist", sagte Selenskyj auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin. Die russische Pipeline, die durch die Ukraine verläuft und Ungarn mit russischem Öl versorgt, wurde laut ukrainischen Angaben bei einem Angriff mit einer russischen Rakete zerstört. Um die Pipeline hatte es zuvor Streit zwischen Ungarns nun abgewähltem Regierungschef Viktor Orbán und Selenskyj gegeben.
Dienstag, 14. April, 14.20 Uhr: Durch einen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 25 Zivilisten seien verletzt worden, davon 10 schwer, schrieb der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram.
Die ukrainische Luftwaffe meldete zuvor den Anflug einer ballistischen Rakete aus Russland auf die Großstadt. Die gegenseitigen Attacken Russlands und der Ukraine sind nach einer Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest am vergangenen Sonntag wieder mit voller Wucht entbrannt.
21.09 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen.
Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Den größten Streifen halten die Russen bei Junakiwka besetzt, von wo aus ukrainische Truppen 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen waren. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist.
15.53 Uhr: Der ungarische Wahlsieger Peter Magyar kündigte an, dass er den russischen Präsidenten zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine drängen will. Er wolle Putin dazu drängen, "das Töten" in der Ukraine zu beenden.
Kurze Zeit zuvor teilte der Kreml mit, dass die Abwahl Orbans und die Wahl des EU-Freundes Magyars keine Auswirkungen auf den Krieg in der Ukraine haben werde.
Montag, 13. April, 11.24 Uhr: Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mitteilt, hat Russland die Oster-Feuerpause insgesamt 10.721 Mal gebrochen. Es habe im Allgemeinen während der erklärten Waffenruhe "keine Raketen- beziehungsweise Luftangriffe", auch nicht mit Langstrecken-Drohnen, wie etwa des Bautyps Shahed gegeben habe. Allerdings habe Russland "1.567 Artillerieangriffe auf ukrainische Stellungen durchgeführt. Auch Kurzstrecken-Drohnen, wie etwa der Typen Italmas und Lancet, seien zum Einsatz gekommen. Darüber hinaus habe es 119 Sturmoperationen gegeben.
21.52 Uhr: Bereits wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Feuerpause zum orthodoxen Osterfest hat Russland nach ukrainischen Angaben hunderte Male dagegen verstoßen. "Seit 16.00 Uhr wurden 469 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert", erklärte am Samstagabend der Generalstab der ukrainischen Armee. Es habe unter anderem 22 direkte Angriffe sowie 153 Bombenangriffe gegeben. Zudem seien fast 300 Drohnenangriffe gezählt worden.
Die zwischen beiden Seiten vereinbarte Feuerpause über das orthodoxe Osterfest war am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten. Sie soll eigentlich bis Sonntagabend gelten. Kurz vor Beginn der Feuerpause hatten Russland und die Ukraine erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei.
Im vergangenen Jahr hatte Russland ebenfalls eine Feuerpause über Ostern verkündet. Beide Seiten beschuldigten sich anschließend, diese nicht eingehalten zu haben.
13.04 Uhr: Russland und die Ukraine haben kurz vor einer Feuerpause über das orthodoxe Osterfest erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie das russische Verteidigungsministerium am Samstag in Moskau mitteilte, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei. Seit dem Beginn der russischen Offensive Ende Februar 2022 haben Moskau und Kiew bereits mehrfach Kriegsgefangene ausgetauscht.
Samstag, 11. April, 11.20 Uhr: Vor der angekündigten Waffenruhe für das orthodoxe Osterfest haben Russland und die Ukraine ihre Drohnenangriffe fortgesetzt. In Odessa am Schwarzen Meer wurden ukrainischen Behörden zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Bei den Toten handele es sich um eine 38 Jahre alte Frau und einen 32 Jahre alten Mann, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es habe auch Verletzte, Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und an einem Kindergarten gegeben, teilte die Verwaltung der Stadt mit.
Die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine meldete nach russischen Angriffen mindestens 17 Verletzte sowie ebenfalls Schäden an Wohnhäusern, einem Kindergarten und zahlreichen Autos. Die ukrainische Flugabwehr meldete insgesamt 160 russische Drohnenangriffe.
Donnerstag, 9. April, 21.39 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert.
Dienstag, 7. April, 10.05 Uhr: Bei russischen Drohnenangriffen im Südosten der Ukraine sind laut Behörden mehrere Menschen getötet worden. Drei Personen kamen Gouverneur Olexander Hanscha zufolge bei einer Attacke auf einen Bus in Nikopol ums Leben. Zwölf weitere seien verletzt worden.
Im Kreis Synelnykowe sei ein Elfjähriger getötet worden, zwei Frauen im Alter von 31 und 61 Jahren sowie ein 33-Jähriger wurden demnach verletzt.
Zwei weitere Verletzte und Schäden an einem Verwaltungsgebäude und Stromleitungen gab es demnach infolge von Angriffen auf die Stadt Pawlohrad und ihr Umland.
In der russischen Region Wladimir wurden nach offiziellen Angaben ein Kind und zwei Erwachsene im Kreis Alexandrow etwa 100 Kilometer nordöstlich von Moskau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Die fünfjährige Tochter des Paares sei verletzt worden.
Samstag, 4. April, 7.32 Uhr: Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag sind nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen getötet worden. Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben.
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.
Die Ukraine lastet Russland an, nicht ernsthaft an Frieden interessiert zu sein. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien sind ins Stocken geraten, da die USA mit dem Iran-Krieg beschäftigt sind.
Russland hat zuletzt seine Drohnenangriffe auf die Ukraine verstärkt. Laut einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Zahlen der ukrainischen Luftwaffe wurde die Ukraine im März von mehr Drohnen angegriffen als in jedem anderen Monat seit Beginn des Krieges im Februar 2022.
13.59 Uhr: Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist nach Moskauer Angaben bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt. Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach diesen Angaben habe die Maschine keine Munition an Bord gehabt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.
Auf der Krim hat Russland mehrere Luftwaffenstützpunkte, auf denen ukrainische Angriffe bereits Flugzeuge wie auch Flugabwehranlagen getroffen haben. Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann.
13.03 Uhr: Russland hat am Freitag in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt einen "massiven" Raketen- und Drohnenangriff gestartet, bei dem nach Angaben der regionalen Behörden eine Person getötet und acht weitere verletzt wurden. das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. Gleichzeitig signalisierte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bereitschaft Kiews zu einem möglichen Osterfrieden. Der Feiertag wird sowohl in der Ukraine als auch in Russland am 12. April begangen.
"Die Region Kiew ist erneut einem massiven russischen Raketen- und Drohnenangriff ausgesetzt", sagte Mykola Kalashnyk, Leiter der regionalen Militärverwaltung, in einem Telegram-Beitrag am Freitagmorgen.
Laut Kalashnyk kam eine Person ums Leben und mindestens acht weitere wurden verletzt, als drei Vororte von Kiew – Butscha, Fastiw und Obuchiw – getroffen wurden. Etwa 20 Tiere seien ums Leben gekommen, nachdem eine Tierklinik getroffen worden sei, fügte Kalashnyk hinzu.
Freitag, 3. April, 11.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj ist überzeug davon, dass die Lage an der Front aktuell die "beste seit zehn Monaten" ist. Das ukrainische Militär habe zuletzt eine russische Offensive abgewehrt. Das sagte Selenskyj laut dem Journalisten Guy Elster, der dazu einen Post auf X veröffentlichte.
8.36 Uhr: Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet. Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen.
Donnerstag, 2. April, 8.35 Uhr: Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie hat nach russischen Angaben einen Brand in der Teilrepublik Baschkortostan ausgelöst. Mehrere Drohnen seien beim Anflug auf die Anlage in der Großstadt Ufa abgewehrt worden, schrieb Republikchef Radi Chabirow bei Telegram. Trümmer einer Drohne seien im Gewerbegebiet abgestürzt, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, führte er aus. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen. Tote und Verletzte gab es ihm zufolge nicht. Baschkortostan liegt rund 1.400 Kilometer von der Ukraine entfernt.
13.56 Uhr: Russlands Militär hat nach Angaben aus Moskau das ukrainische Gebiet Luhansk eingenommen. "Einheiten der Armeegruppe "West" haben die Befreiung der Volksrepublik Luhansk abgeschlossen", teilte das Verteidigungsministerium der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Von ukrainischer Seite wurde das zunächst nicht kommentiert.
Auf Karten ukrainischer Militärbeobachter stand weiter ein kleiner Teil des Luhansker Gebiets um das Dorf Nowojehoriwka unter ukrainischer Kontrolle. Die Besatzungsbehörden hatten schon im vergangenen Sommer behauptet, dass die ostukrainische Region vollständig erobert worden sei.
Das Gebiet Luhansk war teilweise bereits 2014 unter die Kontrolle der von Moskau unterstützten Separatisten gelangt. Drei Tage vor Beginn des großangelegten russischen Angriffskriegs erkannte Moskau trotz großem internationalen Protest die Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten an. Danach gelang es den Russen innerhalb weniger Monate, den Großteil der Region Luhansk zu besetzen. Bei ihrer Gegenoffensive im Herbst 2022 eroberten die Ukrainer einige Landstriche im Norden von Luhansk zurück.
7.25 Uhr: In einem Interview mit dem Nachrichtenportal "Axios" sagte der ukrainische Präsident Selenskyj, dass er sich sicher sei, dass "Russland einen langen Krieg" wolle. Daraus ergäben sich nur Vorteile für Russland: Die USA würden sich auf den Nahen Osten fokussieren und Hilfen für die Ukraine senken. Gleichzeitig würden die USA Sanktionen gegen Russland abmildern. "Ich sehe für Russland nur Vorteile darin, wenn der Krieg mit dem Iran weitergeht", so Selenskyj.
Ebenfalls befürchtet der ukrainische Präsident, dass ein langwieriger Krieg im Iran die Waffenlieferungen an die Ukraine beeinträchtigen könnte: "Ich bin mir sicher, dass wir mit solchen Herausforderungen konfrontiert werden", sagte er.
Dienstag, 31. März, 6.57 Uhr: Wie das Portal "t-online" berichtet, hat der ukrainische Geheimdienst Einlegesohlen mit Sprengstoff manipuliert. Diese Sohlen seien laut des russischen Magazins "Militarnyi" mittels russischer Freiwilliger transportiert worden und so in die Bestände des russischen Militärs gelangt. Die manipulierten Sohlen wurden demnach mit 1,5 Gramm TNT ausgestattet. Das genüge nicht, um Fahrzeuge zu beschädigen. Wohl aber, um schwere Verletzungen bei Soldaten hervorzurufen.
Erste Lieferungen der manipulierten Einlegesohlen sollen Anfang März begonnen haben. Laut "Militarnyi" könnten zehntausende Einheiten beliefert worden sein. Doch aufgrund eines Fehlers habe der russische Geheimdienst FSB den Sabotage-Akt bemerkt und mindestens eine Lieferung mit 504 als Einlegesohlen gekennzeichneten Sprengsätzen entdeckt.
Sonntag, 29. März, 18.27 Uhr: Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten war ein 13-jähriger Junge, teilte der regionale Militärverwalter Wadim Filaschkin auf Telegram mit. Weitere sieben Bewohner im Alter zwischen 20 und 85 Jahren seien verletzt worden. Durch die Explosion der Fliegerbombe seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden.
Möglicherweise gebe es unter den Trümmern weitere Opfer. "Alle zuständigen Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz", schrieb Filaschkin.
Nach einem Bericht der Agentur Unian wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kinderspielplatz in der Region Mykolajiw im Süden der Ukraine zehn Menschen verletzt, unter ihnen acht Kinder. Ein 13-jähriges Mädchen sei wenig später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben, teilten die Ermittlungsbehörden mit.
Samstag, 28. März, 7.38 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj der Lüge über die Position Washingtons bei den Ukraine-Verhandlungen bezichtigt. "Das ist eine Lüge", sagte Rubio am Rande des G7-Außenministertreffens nahe Paris vor Journalisten mit Blick auf Äußerungen Selenskyjs, die USA bestünden auf einer Abtretung des gesamten ostukrainischen Donbass an Russland als Voraussetzung für Sicherheitsgarantien.
"Ich habe mitbekommen, dass er das gesagt hat, und es ist bedauerlich, dass er das gesagt hat, denn er weiß, dass das nicht stimmt", fügte Rubio an. Selenskyj sei lediglich gesagt worden, dass "Sicherheitsgarantien für die Ukraine solange nicht in Kraft treten werden, bis der Krieg zu Ende geht." Dies sei "offensichtlich", sagte Rubio und es sei nicht in Verbindung mit Gebietsabtretungen der Ukraine gebracht worden.
10.08 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán stellt die Durchleitung von Erdgas durch sein Land in die Ukraine ab Juli ein. Eine diesbezügliche Verordnung erschien in der Nacht zum Donnerstag im ungarischen Amtsblatt. Der Ungar will damit nach eigenen Angaben den Druck auf das von Russland angegriffene Nachbarland erhöhen, die durch einen russischen Angriff beschädigte Erdölleitung Druschba schneller wieder in Betrieb zu nehmen.
"Solange die Ukraine uns kein Öl gibt, solange bekommt sie aus Ungarn kein Gas", hatte Orbán am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite angekündigt. Die Blockade der Gasdurchleitungen in die Ukraine wirft Experten zufolge schwerwiegende juristische und europarechtliche Fragen auf. Der Gashandel liegt nämlich in den Händen von privaten Firmen, darunter Unternehmen, die mit dem Energieträger handeln und solchen, die den Transport durch Röhren bewerkstelligen. In Ungarn ist dies der Pipeline-Betreiber FGSZ, eine Tochter des Mineralölkonzerns MOL.
Die Händler erwerben bei den Pipeline-Betreibern Kapazitäten für die Durchleitung, die diese bei Auktionen vergeben. Orbáns Verordnung untersagt es nun dem ungarischen Betreiber FGSZ, ab Juli Kapazitäten für die Durchleitung zu den Übertrittspunkten in die Ukraine anzubieten. Die Kapazitäten für das zweite Quartal (April bis Juni) hat das Unternehmen bereits verkauft. Ein Eingriff in diese Verträge hätte für die Regierung enorme Schadenersatzforderungen nach sich gezogen.
9.28 Uhr: Inmitten des Ukraine-Krieges ist im EU- und Nato-Land Rumänien Behördenangaben zufolge eine Drohne abgestürzt. Eine "von der ukrainischen Luftabwehr abgefangene Drohne" sei in der Nacht zum Donnerstag "für eine Strecke von etwa vier Kilometern in den nationalen Luftraum" eingedrungen, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Die Drohne stürzte demnach zwei Kilometer von einem Dorf entfernt "außerhalb des bewohnten Gebiets" ab.
Opfer oder Schäden wurden nicht gemeldet.Allerdings wurden dem Ministerium zufolge in der Nacht zwei F-16-Kampfjets in Alarmbereitschaft versetzt.
Donnerstag, 26. März, 7.50 Uhr: Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Öl-Experte zuletzt weggefallen. Der Grund: ukrainische Drohnenangriffe, unter anderem auf eine Öl-Pipeline, und die Beschlagnahmung von russischen Tankern.
Laut Reuters stelle dies die größte Unterbrechung der Ölversorgung Russlands in der jüngeren Geschichte dar. Etwa zwei Millionen Barrel pro Tag seien von den Ausfällen betroffen.
Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur zuletzt intensiviert und "alle drei großen westlichen Ölexporthäfen Russlands getroffen", heißt es.
Kiew begründete die Angriffe damit, dass man Moskaus Öl- und Gaseinnahmen, "die etwa ein Viertel der staatlichen Haushaltseinnahmen Russlands ausmachen", verringern und somit auch die militärische Macht Russlands schwächen. Russland bezeichnet die Angriffe derweil als Terroranschläge.
13.11 Uhr: Die in Estland abgestürzte Drohne stammt wohl nicht wie zunächst kolportiert aus Russland. Das berichtet "t-online" unter Berufung auf das estnische Verteidigungsministerium. Demnach sei die Drohne zwar aus dem russischen Luftraum gekommen, aber nicht russisch.
Mittwoch, 25. März, 8.52 Uhr: Drohnen, die wohl aus Russland kommen, sind am Mittwochmorgen in den lettischen und estnischen Luftraum eingedrungen. Das teilten die Behörden mit. In Estland trafen die Drohnen laut dem Staatssender "ERR" unter Berufung auf den estnischen Geheimdienst ein Kraftwerk. Verletzte gebe es keine.
Die estnische Regierung werde am Mittwoch eine Sondersitzung einberufen. "Wir müssen mit weiteren solchen Vorfällen rechnen", sagte Margo Palloson, Chef des Sicherheitsamts KAPO in einer Pressemitteilung.
In Lettland seien derweil keine Schäden entstanden, teilte das Verteidigungsministerium mit: "Die Luftstreitkräfte haben festgestellt, dass ein ausländisches unbemanntes Luftfahrzeug aus Russland in den lettischen Luftraum eingedrungen ist." In den Frühwarnsystemen sei ein explosionsähnliches Geräusch im Bezirk Krāslava festgestellt worden.
Am Ort des Geschehens befanden sich demnach die lettische Armee, Polizei und Einheiten der Staatlichen Grenzschutzbehörde. Es wurden Trümmerteile einer Drohne gefunden. Es gab keine Verletzten unter der Zivilbevölkerung und es entstand kein Schaden an der zivilen Infrastruktur. Die Umstände des Vorfalls werden derzeit geklärt.
8.39 Uhr: Die Ukraine hat Russland russischen Staatsmedien zufolge über Nacht mit mehr als 280 Drohnen angegriffen. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium berichtete, wurden in der Nacht zu Samstag insgesamt 283 auf russisches Staatsgebiet abgefeuerte Drohnen abgefangen. Demnach handelt es sich um einen der größten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren.
Samstag, 21. März, 7.34 Uhr: Laut dem UN-Botschafter der Ukraine, Andrij Melnyk, ist Russland der größte Profiteur vom Krieg im Iran. "Für uns ist das eine wahre Hiobsbotschaft", sagte der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland t-online. Russland kämen die gelockerten Sanktionen der USA sowie die gestiegenen Preise für Öl und Gas auf dem Weltmarkt entgegen. Gleichzeitig wird laut Melnyk die eigene Beschaffung von Waffen erschwert: "Die Welt wird nicht nur chaotischer, sondern wir stehen plötzlich in Konkurrenz um knappe Rüstungsgüter, auch mit sehr vermögenden Staaten aus der Golfregion."
Der Botschafter geht davon aus, dass Russland sich insgeheim über den dortigen Krieg freue, obwohl man eigentlich eine Partnerschaft mit dem Iran unterhalte. "Wäre ich Putin, würde ich alles tun, um diesen neuen Flächenbrand im Nahen Osten möglichst lange am Köcheln zu halten." Russland nehme zwar massiv Einfluss auf den dortigen Krieg, allerdings habe zuletzt in Syrien und Venezuela gesehen, dass die Bündnisse mit Russland "lediglich auf dem Papier existieren."
17:29 Uhr: Im ostukrainischen Gebiet Donezk sind mindestens zwei Zivilisten bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug getötet worden. Das berichtet die "dpa". Zwei weitere Insassen des Autos seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft bei Telegram mit. Der russische Angriff mit einer ferngesteuerten Drohne sei beim Versuch der Evakuierung aus der Siedlung Olexijewo-Druschkiwka im Landkreis Kramatorsk erfolgt. Die Behörde leitete Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Kriegsverbrechens ein. Die Frontlinie befindet sich nur etwa zehn Kilometer von der Ortschaft entfernt.
Gebietsgouverneur Wadym Filaschkin ordnete indes in Teilen des benachbarten Landkreises Slowjansk die zwangsweise Evakuierung von Kindern an. Die ukrainische Bergbau- und Industrieregion Donezk steht noch zu knapp 20 Prozent unter ukrainischer Kontrolle.
Freitag, 20. März, 15:40 Uhr: Frankreichs Marine hat einen aus Russland kommenden Ölfrachter im Mittelmeer angehalten und überprüft. Das Schiff aus Murmansk sei verdächtigt worden unter falscher Flagge zu fahren, teilte die Meerespräfektur für das Mittelmeer in Toulon mit. Die Zweifel an der mosambikanischen Flagge seien bestätigt worden. Das Schiff sei umgeleitet und für weitere Untersuchungen zu einem Ankerplatz gebracht worden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge handelt es sich bei der "Deyna" um ein Schiff der Schattenflotte. "Diese Schiffe, die die internationalen Sanktionen umgehen und gegen das Meeresrecht verstoßen, sind Kriegsprofiteure. Sie wollen Profite einfahren und finanzieren die russischen Kriegsbemühungen." Bereits im Januar und im Oktober hatte Frankreich jeweils ein Schiff aufgebracht, das verdächtigt wurde, zur russischen Schattenflotte zu gehören.
Donnerstag, 19. März, 14.57 Uhr: Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel einen schnellen Rückzug seines Vetos gegen milliardenschwere Finanzhilfen für die Ukraine ausgeschlossen. Mit Blick auf den Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline sagte er, sein Land werde erst dann wieder pro-ukrainische Projekte unterstützen, wenn durch die Pipeline wieder Öl nach Ungarn komme. Ohne das Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen. Es gebe keine anderen Optionen.
Bundeskanzler Friedrich Merz forderte den ungarischen Ministerpräsidenten auf, seine Blockade aufzugeben. Er erinnerte in Brüssel daran, dass beim Gipfel im Dezember eine einstimmige Entscheidung aller Mitgliedstaaten darüber getroffen worden sei. "Das Prinzip der Arbeit in der Europäischen Union ist das Prinzip der Loyalität und der Verlässlichkeit. Und ich gehe davon aus, dass sich daran alle Mitgliedstaaten in der Europäischen Union auch halten", betonte Merz.
Dienstag, 17. März, 13.44 Uhr: Im Streit mit Ungarn um russische Öllieferungen will die Ukraine die Druschba-Pipeline laut einem Brief von Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Anfang Mai reparieren. Er rechne damit, dass die beschädigte Pumpstation "innerhalb von eineinhalb Monaten" funktionsfähig sei, schreibt Selenskyj in dem Brief an Brüssel, den die EU-Kommission am Dienstag veröffentlichte. Die Zusage könnte die ungarische Blockade eines Milliarden-Darlehens für die Ukraine lösen.
Die Druschba-Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei warfen Kiew vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern und die mutmaßlichen Schäden als Vorwand für eine Stilllegung zu nutzen.
Montag, 16. März, 15.56 Uhr: Kampfjets der polnischen Luftwaffe haben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Maschine vom Typ Iljuschin IL-20 sei am Freitag von zwei polnischen Kampfjets vom Typ MiG-29 eskortiert worden, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Dazu postete es eine Aufnahme von der Maschine über dem Meer.
In der Mitteilung hieß es weiter, der russische Aufklärer sei in internationalem Luftraum ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs gewesen. Die polnischen Piloten hätten das fremde Flugzeug abgefangen, identifiziert und bis zum Verlassen ihres Zuständigkeitsbereichs eskortiert. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Den Angaben zufolge war dies bereits der neunte derartige Vorfall seit Jahresbeginn.
20.47 Uhr: Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht.
Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser getroffen. Saporischschja liegt nur einige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Das russische Militär setzt daher gelenkte Gleitbomben gegen die Großstadt ein. Diese können von einem Flugzeug noch weit hinter der Front abgeworfen werden und segeln dann ins Zielgebiet. Russland hat während des inzwischen vier Jahre währenden Kriegs diese Art Bomben deutlich weiterentwickelt. Sie haben nun eine größere Reichweite und Sprengkraft.
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Samstag, 14. März, 15.00 Uhr: Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen schwierigen Diskussionen doch noch rechtzeitig auf eine Verlängerung von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor, dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und insgesamt rund 2600 weitere Personen und Organisationen werden allerdings nur um sechs Monate und nicht wie ursprünglich geplant um zwölf Monate verlängert.
Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt, wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben aus dem EU-Amtsblatt vom Samstagabend um Maja Nikolajewna Bolotowa und Niels Troost.
15.53 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung der USA zur befristeten Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl als kontraproduktiv kritisiert. Allein dieser Schritt bringe der russischen Kriegskasse rund zehn Milliarden Dollar ein. "Das hilft auf keinem Fall dem Frieden", sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris.
In der Nacht zum Freitag hatte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mitgeteilt, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürften, das sich bereits auf Schiffen befinde. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Er könne die Logik hinter dieser Maßnahme verstehen, sagte Selenskyj. Sie solle die Preise auf dem Weltmarkt stabilisieren. Doch da die Lockerung nur dazu führe, dass Russland noch mehr Drohnen produzieren könne, sei sie seiner Meinung nach kontraproduktiv. Diese Drohnen würden nicht nur in der Ukraine eingesetzt, sondern auch im Nahen Osten - und damit im Endeffekt gegen US-Soldaten, gab der ukrainische Präsident zu bedenken.
Freitag, 13. März, 14.57 Uhr: Nach der befristeten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl gibt sich Moskau selbstbewusst und zufrieden. "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram.
Dmitrijew, der erst diese Woche für Wirtschaftsgespräche in den USA war, sprach nun von rund 100 Millionen Barrel russischem Öl, das sich im Transit befinde. Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Beschränkungen für russische Energieträger immer unausweichlicher, schrieb Dmitrijew. "Trotz des Widerstands eines Teils der Brüsseler Bürokratie." 100 Millionen Barrel Öl entsprechen in etwa dem weltweiten Verbrauch an einem Tag.
Donnerstag, 12. März, 8.17 Uhr: Bei einem russischen Angriff im Norden der Ukraine ist nach Behördenangaben eine 15-Jährige getötet worden. Bei der Attacke auf eine Ortschaft in der Nähe der Stadt Tschernihiw seien zwei Wohnhäuser beschädigt worden, teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit. Die Jugendliche sei dabei getötet und ihre Eltern verletzt worden.
18.08 Uhr: Die USA haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine neue Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des Ukraine-Krieges vorgeschlagen. "Wir gehen davon aus, dass das Treffen nächste Woche stattfindet", sagte Selenskyj am Dienstag. Es könnte demnach in der Schweiz oder in der Türkei stattfinden. "Aber wir werden sehen, was im Nahen Osten passiert", sagte Selenskyj mit Blick auf den Iran-Krieg. Ursprünglich waren die Gespräche bereits für die vergangene Woche in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant, dann aber wieder verschoben worden.
Zuvor hatte Selenskyj im Onlinedienst X erklärt, mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert zu haben. Dabei habe sich die Türkei bereit erklärt, das neue trilaterale Treffen auszurichten.
16.52 Uhr: Die Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA, die für Dienstag und Mittwoch anberaumt waren, wurden laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kurzfristig verschoben. Laut Selenskyj sei die Verschiebung auf Initiative der Amerikaner erfolgt, wie die ukrainische Zeitung "Kyiv Post" berichtet.
15.17 Uhr: In der Ukraine wächst die Sorgen vor neuen verstärkten Angriffen der Russen im Frühjahr. Hauptziel der Russen wäre dabei weiter eine vollständige Eroberung des Gebietes Donezk im Osten der Ukraine, so der ukrainische Generalstab. Laut der ukrainischen Zeitung "Ukrajinska Prawda" sorgen sich die ukrainischen Streitkräfte, da die Russen den Einsatz ihrer Drohnenspezialeinheit "Rubikon" massiv ausbauen.
"Die Russen konzentrieren sich jetzt nicht mehr auf die Entwicklung von 'Rubikon', sondern auf die Ausweitung der damit verbundenen Erfahrungen", so der Offizier Dmytro Pulmanovskyj von der ukrainischen Brigade "Rubisch". "Ihre Militärbezirke und die Marine errichten große Ausbildungszentren sowie eine materielle und technische Basis dafür. Sie schaffen eine komplette Infrastruktur und ein Kommando dafür. Danach werden sie Hunderte der Rubikon-Einheiten in ganz Russland stationieren.“
13.06 Uhr: Infolge von Gegenangriffen ist die südostukrainische Region Dnipropetrowsk nach Militärangaben beinahe komplett wieder unter Kontrolle Kiews. Drei kleinere Siedlungen seien noch in russischer Hand und zwei weitere müssten überprüft werden, sagte der im Kiewer Generalstab arbeitende General Olexander Komarenko in einem Interview der Nachrichtenagentur RBK Ukraine.
Aufgrund der ukrainischen Vorstöße gebe es für den Februar eine positive Dynamik. "Es wurde mehr Territorium befreit, als verloren", unterstrich Komarenko. Mehr als 400 Quadratkilometer seien zurückerobert worden. Die Gesamtlage sei weiter "schwierig, aber kontrollierbar".
Seit mehreren Wochen laufen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk ukrainische Gegenangriffe. Die Führung in Kiew betont die Erfolge. Ukrainische Militärbeobachter bewerten die Fortschritte zurückhaltender. Die Ukraine wehrt sich seit etwas mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.
Dienstag, 10. März, 12.26 Uhr: Durch russische Gleitbomben sind im Zentrum der ostukrainischen Stadt Slowjansk mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 16 seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung, Wadym Ljach, bei Facebook mit. Insgesamt seien drei russische Bomben eingeschlagen. Den Angaben nach wurden zudem sechs Wohnhäuser und zehn Autos beschädigt.
Die russisch-ukrainische Frontlinie ist noch etwa 20 Kilometer von der Stadt im Gebiet Donezk entfernt. Die Ukraine wehrt sich seit etwas mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.
Samstag, 7. März, 8.27 Uhr: Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens sieben Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, am Morgen bei Telegram mit. Unter den Toten waren demnach auch ein Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen. Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen.
Mindestens zehn Menschen sind den Behörden zufolge verletzt worden, darunter auch Kinder. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg.
Auch in anderen Regionen meldeten die Behörden Luftalarm wegen der russischen Angriffe, darunter die Hauptstadt Kiew und Odessa am Schwarzen Meer. Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Menschen in Kiew auf, Schutz zu suchen. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt.
14.18 Uhr: Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen hat die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegen Ungarn scharf verurteilt. «Eine solche Wortwahl ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben», sagte ein Sprecher der Kommission in Brüssel. Ganz allgemein sei die «eskalierende und aufrührerische Rhetorik» von allen Seiten nicht hilfreich.
Im Streit über von Ungarn blockierte Finanzhilfen für die Ukraine hatte Selenskyj zuvor dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban offen gedroht. «Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden», sagte Selenskyj. Von der Regierung in Budapest wurden die Äußerungen als Einschüchterungs- und Erpressungsversuch gesehen.
Freitag, 6. März, 04.22 Uhr: Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. «Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen», betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer «Überbrückungsmaßnahme», die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.
Donnerstag, 26. Februar, 08.56 Uhr: Bei schweren russischen Angriffen sind in der Ukraine erneut zahlreiche Menschen verletzt worden. In der Stadt Charkiw und Umgebung sprach Gouverneur Oleh Synjehubow von 16 Verletzten, darunter zwei Minderjährige. Russland habe mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Charkiwer Bürgermeister Ihor Terechow teilte in der Nacht mit, es habe einen Einschlag in ein Wohnhaus gegeben, ein weiteres sei vollständig zerstört worden.
In der südukrainischen Stadt Saporischschja wurden nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens acht Menschen verletzt, darunter ein acht Jahre alter Junge. Moskaus Militär habe Kampfdrohnen, ballistische Raketen und Gleitbomben eingesetzt. Es gebe Schäden an mindestens 19 Wohnhäusern und zwei Einkaufszentren.
Mittwoch, 25. Februar, 8.54 Uhr: Bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Außerdem sei ein Kind bei den Attacken am Dienstagabend verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit. Luftangriffe auf ein Dorf im Kreis Saporischschja zerstörten den Angaben nach ein Wohnhaus und beschädigten ein weiteres.
Russlands Militär griff demnach am Abend des vierten Kriegsjahrestags an.
Dienstag, 24. Februar, 7.02 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist am vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Krieges in Kiew eingetroffen. Sie sei in der ukrainischen Hauptstadt, um "unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen", schrieb von der Leyen am Dienstagmorgen im Onlinedienst X.
Sie wolle "dem ukrainischen Volk wie dem Aggressor" eine "deutliche Botschaft" senden: "Wir werden nicht nachgeben, bis der Frieden wiederhergestellt ist. Frieden zu den Bedingungen der Ukraine." Es handelt sich bereits um von der Leyens zehnten Besuch in Kiew seit Kriegsbeginn.
18.11 Uhr: Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine angedrohte "Gegenmaßnahme" gegenüber dem Nachbarland Ukraine wahr gemacht. Weil weiterhin kein russisches Erdöl über die Pipeline Druschba durch die Ukraine in die Slowakei fließe, habe er die Anweisung gegeben, die slowakischen Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen.
In einem Facebook-Video teilte Fico mit, er habe zuvor noch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj um ein dringendes Telefongespräch gebeten. Weil dieser aber dazu nicht früher als am Mittwoch bereit gewesen wäre, sehe sich die Slowakei "gezwungen, zur ersten reziproken Maßnahme sofort zu schreiten". Die Maßnahme werde "sofort zurückgenommen, sobald der Öltransit in die Slowakei wieder erneuert wird", sagte Fico.
Über die Druschba-Pipeline wird Öl aus Russland über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geliefert. Sie ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern.
14.05 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben kurz vor dem Jahrestag des russischen Überfalls Hunderte Quadratkilometer in der Südukraine zurückerobert. "Von Ende Januar an ist am Frontabschnitt Olexandriwka die Kontrolle über 400 Quadratkilometer und acht Siedlungen wiederhergestellt worden", schrieb der ukrainische Oberkommandierende Olexander Syrskyj in den sozialen Netzwerken.
Die Lage an der Grenze der Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja sei dennoch schwierig, und die russischen Truppen würden den Druck aufrechterhalten.
Zuvor hatte es mehrfach Berichte über die Rückeroberung von Hunderten Quadratkilometern gegeben. Ukrainische Militärbeobachter schrieben jedoch von allenfalls "stabilisierenden Maßnahmen".
Die Parlamentsabgeordnete Marjana Besuhla warf Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zuletzt von 300 Quadratkilometern gesprochen hatte, Desinformation vor. "Warum diese Lüge? Von welchen 300 Quadratkilometern ist die Rede?", schrieb sie bei Telegram.
Am Dienstag ist der vierte Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine.
Montag, 23. Februar, 10.54 Uhr: In der südukrainischen Region Odessa am Schwarzen Meer sind bei einem russischen Drohnenangriff laut Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Eine 20 Jahre alte Frau und ein Mann seien umgekommen, teile Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Zudem gebe es mindestens drei Verletzte.
Der russische Feind habe in der Nacht Industrieobjekte, Energie- und zivile Infrastruktur angegriffen. Es gebe Schäden unter anderem an Produktions- und Lagerstätten, Verwaltungsgebäuden und Verkehrsmitteln, sagte Kiper.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten am Morgen, dass Russland mit 126 Drohnen und einer Rakete vom Typ Iskander angegriffen habe. Die meisten Drohnen seien unschädlich gemacht worden, Einschläge habe es an 20 Stellen gegeben, teilte die Flugabwehr mit.
Die Ukraine setzte ihre Gegenangriffe im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg ebenfalls mit Luftschlägen fort. In der grenznahen Stadt Belgorod meldete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow Ausfälle bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung nach einem ukrainischen Raketen- und Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur. Fünf von zehn Drohnen seien abgeschossen worden, es gebe Schäden an Energieanlagen, Wohngebäuden, Autos und an einer Kirche, sagte er.
Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen, dass innerhalb von 24 Stunden neben Raketenschlägen auch 541 ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt worden seien. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Das Ministerium teilte auch mit, dass bei den Angriffen in der Ukraine unter anderem Objekte der Energie- und Verkehrsinfrastruktur Ziele gewesen seien.
Russland überzieht die Ukraine seit vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. An diesem Dienstag, dem Jahrestag des Kriegsbeginns, geht die Invasion in ihr fünftes Jahr.
22.54 Uhr: Trotz der bereits gefundenen EU-Einigung droht Ungarn überraschend ein milliardenschweres Darlehen an die Ukraine nicht freizugeben. "Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird", schrieb der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X.
Die Druschba-Pipeline ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und auch die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Aus ukrainischer Sicht trägt der Kauf von Gas und Öl aus Russland durch die Slowakei und Ungarn zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs bei.
Freitag, 20. Februar, 17.25 Uhr: Eine russische Kampfdrohne hat zwei Polizisten im ostukrainischen Gebiet Charkiw getötet. Ein weiterer Beamter sei verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei mit. Das Team sei mit einem gepanzerten Auto zu einer Evakuierung von Anwohnern beim Dorf Serednij Burluk unterwegs gewesen, als die Drohne ihren Wagen traf. Der Ort im Landkreis Kupjansk befindet sich mehr als 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen die russische Invasion.
14.13 Uhr: Mehr als tausend Kenianer sind einem Geheimdienst-Bericht zufolge von der russischen Armee für einen Kampfeinsatz in der Ukraine rekrutiert worden. Die Ausreise der Männer erfolge oftmals mit Touristenvisa über Istanbul oder Abu Dhabi, sagte der Abgeordnete Kimani Ichung'wah am Mittwoch im kenianischen Parlament. "Bisher wurden mehr als tausend Kenianer rekrutiert und sind in den russisch-ukrainischen Krieg gezogen", fügte er unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes und der Kriminalpolizei hinzu. Viele von ihnen seien zu einem Kampfeinsatz gezwungen worden.
Im Dezember hatten die Behörden die Zahl der Kenianer, die für Russlands Armee rekrutiert wurden, noch auf 200 geschätzt. Nach Angaben des Abgeordneten Ichung'wah liegen derzeit mindestens 39 Kenianer nach Kampfeinsätzen im Krankenhaus, 28 weitere würden vermisst und 89 Männer seien an der Front im Einsatz. Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi will im März nach Moskau reisen, um das Thema zu besprechen. Die kenianische Regierung verurteilt den Einsatz ihrer Staatsbürger "als Kanonenfutter" in der Ukraine.
Donnerstag, 19. Februar, 8.49 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz sieht kaum Chancen für ein rasches Ende des Ukraine-Kriegs auf dem Verhandlungsweg. "Dieser Krieg wird nach meiner Einschätzung erst zu Ende gehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch", sagte der CDU-Chef den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) und der "Rheinpfalz".
Mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin fügte Merz hinzu: "Vernunft und humanitäre Argumente werden Putin nicht überzeugen. Das ist die bittere Wahrheit." Es sei daher Ziel der europäischen Bemühungen, "dass der russische Staat den Krieg militärisch nicht weiter führen und ökonomisch nicht weiter finanzieren kann".
Nach Einschätzung von Merz kann die "russische Machtclique auf absehbare Zeit gar nicht ohne Krieg auskommen. Sie muss die Kriegsmaschinerie am Laufen halten, weil sie keinen Plan hat, was sie sonst mit den Hunderttausenden von zum Teil schwer traumatisierten Soldaten machen soll, die von der Front zurückkehren", sagte der CDU-Chef.
Den Zustand Russlands beschrieb Merz mit düsteren Worten: "Wir erleben im Augenblick dieses Land in einem Zustand der tiefsten Barbarei. Das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern, und damit müssen wir uns abfinden."
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13.30 Uhr: Die jüngsten Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands in der Schweiz über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges sind nach russischen Angaben "schwierig" gewesen. "Sie waren schwierig, aber sachlich", sagte der russische Verhandlungsführer Wladimir Medinski laut Staatsmedien nach dem Ende der Verhandlungsrunde vom Mittwoch. Nähere Angaben machte er zunächst nicht, fügte aber hinzu, dass das nächste Treffen "in naher Zukunft" stattfinden werde.
Mittwoch, 18. Februar, 11.44 Uhr: Nach nur rund zwei Stunden sind die Ukraine-Gespräche in Genf am Mittwoch zu Ende gegangen. Vertreter der Ukraine und Russlands teilten jeweils mit, dass die Gespräche beendet seien. Russische Staatsmedien meldeten unter Berufung auf den russischen Verhandlungsführer Wladimir Medinski, dass weitere Gespräche in der "nahen Zukunft" geplant seien.
19.59 Uhr: In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen beendet. "Nach dem gemeinsamen Teil ist die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow auf Telegram mit. Die Unterhändler haben sich demnach auf "praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen" konzentriert. Er erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch würden die Gespräche fortgesetzt. Auf russischer Seite bestätigten staatliche Nachrichtenagenturen das Ende der Unterredungen.
Am Dienstag und Mittwoch verhandeln in Genf eine ukrainische und eine russische Delegation über ein Ende des seit 2022 andauernden russischen Angriffskrieges gegen das Nachbarland. Der US-amerikanische Chefunterhändler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, vermitteln zwischen den Kriegsgegnern. Die Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt.
FOCUS
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